Streifzüge

Beobachtungen von einem der auszog das Neue zu suchen

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Firefox 3 getestet und wieder runtergeschmissen

Verfasst von Ludwig am Juni 22, 2008

Es war ja kaum möglich die letzten Wochen nicht mitzubekommen dass der neue Firefox 3 jetzt veröffentlicht wurde. Besser solle er sein, mit einigen zusätzlichen Funktionen, aber vor allem sicherer, schneller und stabiler. Neugierig und experimentierlustig wie ich bin hab ich ihn heruntergeladen, auch wenn einiges über Anfangsschwierigkeiten und Sicherheitslecks zu lesen war. Anlass war, dass ich einen neuen RSS-Reader in Magazinformat testen wollte: Feedly, über den ich hier und hier gelesen habe. Um es kurz zu machen, ich wechselte noch am gleichen Abend von Version 3 auf 2.0.0.14 zurück.

Add-Ons: Die meisten Add-Ons funktionieren noch gar nicht unter Firefox 3, jedenfalls nicht meine favorisierten. Meine geliebte all-in-one-gesture-Erweiterung jedenfalls nicht. Fasterfox ebenfalls nicht. SAGE auch nicht, aber hinterher sah ich auf www.erweiterungen.de, dass eine separate Version des RSS-Readers für FF 3 vorhanden sei, immerhin. Meine Plug-Ins für Screenshot funktionierten ebenfalls nicht, auch nicht der OPML-Export. Gut dagegen funktioniert, zum Glück, hat Foxmarks, dank dem ich meine kompletten Lesezeichen und ihre Struktur gesichert hatte, um zu Firefox 2 zurückkehren zu können. Das gleiche gilt für AdBlock-Plus, was ein Schlüsselargument ist (und warum ich bis heute nicht Opera verwende). Schlussendlich war ich auch mit dem Standard-Theme nicht recht zufrieden, meine favorisierten Themes waren nicht anwendbar. Fazit: Allein die Nicht-Kompatibilität von all-in-one-gestures hat es rausgerissen.

Funktionen des FF 3: Wie man bei “Add-Ons” ahnen kann steh ich auf diesen Browser vor allem wegen seiner schlanken Bauweise und fast beliebiger Erweiterbarkeit. Mich haben verschiedene kleine Funktionen des FF 3 in der ersten Stunde so derart genervt, dass es mich ernsthaft gestört hat. Ich möchte meinen Browser schlank, und alles andere einfach zu- oder abschaltbar.

Zuverlässigkeit des FF 3: Wenn überhaupt dann empfand ich die Geschwindigkeit nur geringfügig höher. Außerdem stürzte er mir gleich nach einigen Minuten ab, genauer: das Add-On-Fenster ließ sich nicht mehr schließen.

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An dem Punkt entschied ich mich, ganz schnell wieder zu Version 2.0.0.14 zu wechseln. Nach der Installation (ohne FF 3 gelöscht zu haben) stellte ich allerdings fest, dass Firefox nun gar nicht mehr lief. Problem. Ich musste FF komplett vom Rechner löschen, zum Glück waren die Daten durch Foxmarks gesichert. Allerdings schienen die meisten Download-Quellen nur noch FF 3 anzubieten.

Wer seinen FF downgraden möchte wird hier fündig: Alle bisherigen FF-Versionen gibt es bei mozilla.org zum Download, falls dringend benötigte Add-Ons (noch) nicht kompatibel sind mit der jeweils aktuellen Version. Damit konnte ich mein System wiederherstellen und bin sehr zufrieden damit…

PS: Über Updates der Add-Ons kann man sich hier auf erweiterungen.de gut informieren und als RSS-Feed abonnieren

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Firefox: Foxmarks synchronisiert Arbeitsplätze

Verfasst von Ludwig am Mai 24, 2008

Da ich mir diese Woche ein Notebook zugelegt habe (mein erstes, ich bin begeistert) stand ich vor dem Problem, dass ich gern meinen Firefox wie gewohnt verwenden wollte. Mitsamt den tausenden Lesezeichen, der gewohnten Ordnung, mit meinem Feedreader, alles wie gewohnt. Mit Foxmarks fand ich eine Lösung meine Browsereinstellungen im Rechner und im Notebook zu synchronisieren.

Ich kann gleich sagen dass Foxmarks hält was es verspricht. Es ist ganz einfach: Man legt kurz ein Konto an und lädt Foxmark als klassischen Add-on wie gewohnt in den Browser. Foxmarks lädt die alle Einstellungen inklusive Ordner und Lesezeichenleiste auf den Server und verwaltet sie. Bei jeder weiteren Anmeldung eines Firefox-Browsers wird wieder ein Abdruck der Einstellungen gemacht, die übertragen werden können - sei es als Ergänzung, sei es um die ursprüngliche Einstellung komplett zu überspielen.

Bei mir hat das hervorragend geklappt. Einziger Wehrmutstropfen: Meine Feeds für den SAGE-Feedreader wurden zwar als Lesezeichen übernommen, aber nicht in den SAGE eingefügt. Trotzdem gut genug!

UPDATE:

Eine Fehlfunktion fiel mir zwischenzeitlich nach einer Woche auf:  Zweimal,  schon wieder mehrere Tage her, wurden die Klicks auf die SAGE-Feeds nicht als angeklickt auf den Foxmarks-Server übertragen und beim nächsten Start wieder als ungelesen gekennzeichnet. Im Moment läuft es problemlos und macht Freude auf zwei Rechnern.

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RSS sinnvoll nutzen: Feeds clever organisieren

Verfasst von Ludwig am Mai 23, 2008

Nach viel Theorie und der Auswahl des RSS-Readers geht es nun (endlich!!) darum, wie man mit Feeds clever umgeht. Sinn und Zweck ist es ja, entweder schneller die eigenen Informationsbedürfnisse zu befriedigen, oder in der gegebenen Zeit mehr Themen zu erschließen bzw. tiefer einzutauchen. Bei mir passierte das alles gleichzeitig.

Das Schöne ist ja, dass sich die Verwendung von RSS leicht an die eigenen Gewohnheiten und Bedürfnisse anpassen lässt. Das bedeutet eben auch, dass jedem selbst überlassen bleibt, den eigenen Leseprozess zu organisieren und immer wieder neu zu justieren. Das ist eine Chance.

Lesenswert ist beispielsweise ein Artikel von Mike Schnoor, der in seinem Blog seine Leser mal fragte, wie diese ihre Feeds verwalten. Die 18 Antworten geben einen hübschen Überblick, wie unterschiedlich der Umgang ist.

Zugegeben, wenn man RSS für sich neu entdeckt und darüber wiederum wieviele spannende, informative und/oder kurzweilige Blogs es da draußen gibt kann es zu Begin passieren, wenn man in der ersten Euphorie abonniert bis die Maus raucht. Das ist nicht tragisch und reguliert sich von selbst wenn man feststellt dass für die gesammelten Kanäle gar nicht die Zeit vorhanden ist. Für mich finde ich es wichtig sich bewusst zu machen, dass man das alles “da draußen” lesen kann, aber nicht muss.

Ein erster guter Tipp wäre aus meiner Sicht, dass die RSS-Feeds nichts sein dürfen, was man zusätzlich macht (genauso wie die Verwendung von Wikis). Das Lesen sollte in den Tagesablauf integriert sein, wie das berühmte Lesen der morgendlichen Zeitung. Routine.

Ich fange mal bei mir an wie ich das handhabe, bevor ich weiterführende Links zu den Ansichten anderer Leute hinzufüge. Ich verwende gerne den SAGE-Reader, der in den Firefox integriert ist. Vor allem in Kombination mit der Verwendung mit Lesezeichen entfalten browserbasierte Reader ihr Potential. Die letzten knapp zwei Jahre hat sich ein relativ stabiles Programm von ungefähr 60-80 (wechselnden) Blogs herausgebildet, die ich gut verfolgen kann. Was lustlos überflogen wird fliegt schnell wieder raus. Es hat sich ein Ordner-System bewährt, das grob kategorisiert, z.B. “PR”, “Wissensmanagement”, “Wikis”. Ergänzt wird es durch “Archiv” - das was qualitätiv hochwertig ist, aber im Moment uninteressant.

Die thematische Sortierung ermöglicht mir nach jeweiligem Interessenschwerpunkt meine Feeds zu lesen. Nun sind diese Ordner auch nur eine grobe Einteilung, die Quellen überschneiden sich inhaltlich manchmal. Hinzu kommt, dass Artikel des öfteren so interessant sind, dass ich sie nicht überfliegen möchte. Ich sammle sie für einen ruhigen Moment und/oder ergänze die gesammelten Lesezeichen um thematisch naheliegende. Dazu speichere ich die Lesezeichen in vier Ordnern in der Lesezeichen-Symbolleiste ab - ich nehme an, die Ordnernamen erklären sich von selbst…

Die Nützlichkeit der Ordner wird noch vergrößert durch die Verwendung von Trennlinien, wie sie Firefox ermöglicht. Hier ist das Beispiel des geöffneten Ordners “Blog-Futter”, gewissermaßen die Redaktion dieses Blogs. Hier sammle ich alles was als Thema für diesen Blog in Frage kommt oder für Belege und weiterführende Links zur Verfügung steht. Im oberen Teil finden sich nützliche Werkzeuge, die ich für den Betrieb des Blogs verwende bzw. fortgeschrittene Anwendungen, die ich noch im Rahmen der RSS-Reihe vorstellen werde. Eine Ausnahme sind Lesezeichen für den WikiLabor-Blog, denn die werden unter “Wikis” gesammelt.

Das ist mein System im Grobem. Zum Abschluss noch ein paar empfehlenswerte Links zum Thema, um sich von den Strategien anderer Leute inspirieren zu lassen:

Martin Belam führt ebenfalls dicht komprimiert mit Schwerpunkt “cleverer Umgang” in das Thema ein.

So erklärt der Marsianer (Selbstauskunft) das Thema. Anders, und gut verständlich.

Schonmal ein Ausblick worüber ich bei Gelegenheit schreiben werde bietet Marcel Weiß hier (Thema Filtern). Er liest über 300 Feeds täglich, verwendet am liebsten den Google Reader und verbindet den RSS-Reader gern mit Social Bookmarking.

Nochmal Marcel Weiß, wie er clever Google Reader verwendet: Sortierung nach Priorität, Thematik, Ort.

Hier findet sich die Hauptseite der Artikelserie zu RSS.

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