Streifzüge

Beobachtungen von einem der auszog das Neue zu suchen

Arbeitsweise mit Wikis

Verfasst von Ludwig am Mai 7, 2008

Bei einem Briefwechsel gerade eben zu Wikis in Unternehmen kam mir die Idee, meine Artikelserie über Wikis für privates Wissensmanagement (hier und ausführlich hier) um einen Artikel zu ergänzen, wie man diese Software im Alltag ohne großen Aufwand effektiv nutzt.

Die erste Regel lautet, dass das Wiki nicht “extra” geöffnet und bearbeitet wird. Es ist Teil des Lesens und Bearbeitens des Textes.

Meine persönliche Arbeitsweise, dich ich empfehlen möchte, sieht folgendermaßen aus:

  • Neue interessante Texte, Studien, Präsentationen lade ich herunter und sammle sie auf dem Desktop.
  • Die Quellen (Links) speichere ich im Firefox in der Lesezeichenleiste in einem bestimmten Ordner (Wikis).
  • Beim Lesen eines Textes entscheide ich, ob er es Wert ist aufgehoben zu werden - dann kommt er in das Wiki.
  • Während des Lesens mache ich mir Notizen bzw. markiere im Text.
  • Nach dem Lesen öffne ich das Wiki und erstelle eine neue Seite: “Add a new page”.
  • Die Seite bekommt als Namen exakt die gleiche Bezeichnung wie die Datei: Hauptautor_Name des Textes.
  • Die Datei wird als Attachment hinzgefügt.
  • Die Wikiseite wird geöffnet: Hinein kommen die Hauptaussagen des Textes, die ja bereits als Notizen oder Markierungen im Text vorliegen: Aufwand ungefähr 5 - 10 Minuten, die Wiederholung ist eine gute Vertiefung.
  • Für den Fall dass die Datei zu groß bzw. vorsichtshalber: Die Quelle als Link einfügen, das darf auch gern ein kommentierender Blogtext sein.
  • Eventuell eine Kritik oder Fragen zum Text dazu, dann schließen.
  • Nun kommen die Tags / Schlagworte: Alle Autoren, die wichtigsten Begriffe. Dieser Schritt ist sehr wichtig!
  • Anschließend wird der Text einem der FETTGEDRUCKTEN Ordnern zugewiesen, die eine grobe Orientierung bieten.
  • Schon fertig!

Wenn man sich eh schon eine knappe Stunde oder länger mit einer Studie befasst fällt dieser Aufwand nicht mehr ins Gewicht. Dafür liegt der Vorteil auf der Hand: Alle Dateien sind strukturiert und vernetzt gebündelt, alle Stichpunkte und Aussagen sofort sichtbar!

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Wikis für Wissensmanagement

Verfasst von Ludwig am April 10, 2008

Da ich mich morgen mit ein paar Leuten zum Thema Wikis für privates Wissensmanagement treffen werde ziehe ich einen Artikel dazu vor.

Eine Wanderung vorzubereiten ist das eine, aber die Software kann noch mehr. Wer kennt das Problem nicht: Es sammeln sich auf dem Rechner immer mehr Dateien, trotz Ordnern wird die Übersicht immer schlechter. Abgesehen davon, dass die Querverbindungen zwischen den Inhalten durch Ordner nicht deutlich werden. Und noch schlimmer: welche Artikel/Studien hat man gelesen, was stand eigentlich drin?

Eine Möglichkeit diese Probleme zu lösen stellt dieses kleine Experiment dar: Ein öffentliches kostenloses Wiki hier momentan zum Thema PR und Soziale Medien allgemein. Diese Lösung bietet eine Menge Vorteile:

- Jede Datei (PDF / .doc / …) kann als Attachment einer bestimmten Seite mit Titel und einer festen URL (z.B. www.xyz.de) zugeordnet und gefunden werden.

- Besonders schön: Die eigentliche Wiki-Seite - der Text - bietet Raum um Notizen zur Datei hinzuzufügen. Z.B. die Kernthesen, eigene Standpunkte dazu oder ob die Datei überhaupt bearbeitet wurde. Und von wem, falls mehrere Menschen damit arbeiten.

- Über Tags / Schlagworte, die den Inhalt der Datei aufgreifen, lassen sich Querverbindungen erzeugen: Suchen lässt sich dann über die gewohnte “Tag-Cloud”. Außerdem, schön bei Wetpaint.com, werden am unteren Ende der Seite automatisch eine Anzahl Wiki-Seiten angezeigt, die über die Tags inhaltlich dazu passen.

- Falls sich etwas verändert haben sollte im Wiki lässt sich das bei Wetpaint.com einfach über “What´s new” abfragen: Wer was wann, chronologisch geordnet.

- Über “Threads” können Diskussionen zu jeder Seite übersichtlich durchgeführt werden.

- Jede Seite kann wiederum als “Favorit” / “Lesezeichen” gespeichert und organisiert werden … und es ist gratis

Es gibt dafür einige thematisch verwandte Beispiele: Wissensmanagement 2.0, ein internationales PR-Wiki, oder das PR-Wiki der Hochschule Darmstadt.

Wie man den Arbeitsprozess für sich organisieren kann habe ich in einem Artikel unter der Überschrift “Arbeitsweise mit Wikis” systematisch kurz aufgeschlüsselt und damit meine eigene Arbeitsweise beschrieben. Ich fahre gut damit…

Wer eine vergleichbare kostenlose Software sucht und gern mit Google arbeitet (wie z.B. mit Google Docs oder Picasa), der sollte sich dafür auch mal Google Sites anschauen. Hier Thomas Pleil ausführlich, warum und wie er für seine Seminare Google Sites nutzt. Bei co/operative findet sich auch ein drei-minütiges Einführungsvideo dazu.

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