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Mediennutzung: Aggregation mäandernder Kanäle

22. April 2008

In letzter Zeit haben sich wieder einige Leute mit den aktuellen Trends veränderter Mediennutzung befasst. Inhalte werden aus dem Ursprungsmedium ausgelesen und auf einer Seite zusammengeführt.

Wir nutzen bekanntlich nicht nur immer mehr Kanäle, über die wir Informationen beziehen, wir stellen diese Inhalte auch immer häufiger selbst her. Hartmut Wöhlbier schreibt z.B. pointiert „Im Raum der Lifestreams“ über weitere Eigenschaften der veränderten Mediennutzung. Aus seiner Sicht atomarisiert sich die Kommunikation immer stärker. Stand früher die Vermittlung eines vollständigen Bildes – durch Text, Bild, Wort – im Vordergrund, so teilen sich die Mitteilungen immer stärker in Fragmente auf. Z.B. Bilder über Flickr, Momentaufnahmen über Twitter…

Diese Aufteilung in einzelne Informationseinheiten hat nicht den Zweck ein vollständiges Bild zu vermitteln. Vielmehr wird eine Collage aus Einzelimpressionen und -Gedanken – dem „Lifestream“ – entworfen, die vor allem als Ganzes betrachtet erst Sinn ergibt.

Über die Welle neuer Aggregationsdienste, um diese Kanäle wieder zusammenzuführen, machen sich zurzeit viele Leute Gedanken. Sowohl Mathias Schwenk von BWL 2.0 als auch Christiane Schultzki-Haddouti von KoopTech nennen es eine „Verlagerung der Diskussionsräume“. Dabei geraten die gerade noch „neuen“ Blogs schon wieder in die Defensive, da die neuen Aggregationsdienste wie das z.B. aktuell diskutierte Friendfeed darauf ausgelegt sind, verschiedenste Känale – Blog, Twitter, Flickr, etc. – eines Mediums bzw. einer Person zu bündeln und sichtbar zu machen. Auch Wöhlbier geht ausführlich auf den Lifestream ein.

Ein Beispiel an populärer Stelle wären die erweiterten Funktionen des Newsfeeds von Facebook, wie bei zweinull.cc dargestellt.

Einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Lifestreaming-Dienste findet sich auf netzwertig.com, dem ehemaligen Medienkonvergenz-Blog. Da immer mehr Känale und Inhalte ein tendentiell immer höheres „Grundrauschen“ mit sich ziehen, sieht Marcel Weiss einen neuen Wettlauf um die besten Algorithmen vergleichbar den Suchmaschinen, um die wichtigsten Inhalte wieder herauszufiltern. Sehr spannend.

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  1. weniger ist mehr

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