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CoreMedia: Enterprise 2.0 und Innovation

5. Mai 2008

Beim PR-Blogger Klaus Eck stieß ich auf ein sehr interessantes Interview mit dem CoreMedia-Chef Sören Stamer. Stamer spricht über die Arbeitsorganisation und die interne Kommunikation im Unternehmen. CoreMedia steht als Software-Unternehmen unter einem hohen Innovationsdruck, höher als viele andere Branchen. Trotzdem ist es lehrreich zu sehen, wie Wettbewerbsvorteile durch Austauch und die Beteiligung „fremder“ Personen zustande kommen.

CoreMedia setzt im Unternehmen […] auf das selbe Paradigma wie es auch dem Web 2.0 zugrunde liegt. Statt starrer hierarchischer Strukturen und einem vergleichsweise hohen Maß an zentraler Kontrolle nutzt CoreMedia offene Netzwerkstrukturen, dynamische Hierarchien und soziale Medien um kreativer, schneller und effektiver zusammen zu arbeiten.

Ein zentrales Element ist eine interne Blogging-Plattform mit erweiterten Funktionen, die z.B. alle gegebenen Kommentare jeweils anzeigt und die Bewertung nach Relevanz ermöglicht. Gekoppelt sind die Blogs an ein System, das laufend analysiert, wer sich zu welchem Thema äußert und darüber hinaus Reputation hat.

Der Ansatz von CoreMedia hat auch auf die Kommunikation Auswirkungen. So wie ich den Artikel verstehe verzichtet das Unternehmen auf eine zentral vorgegebene „Botschaft“. Stattdessen darf jeder Blog und jeder Post auch öffentlich sichtbar sein, sodass sich aus den Facetten der Beiträge und deren Vernetzung insgesamt ein „Bild“ ergibt. Das funktioniert anscheinend auch sehr gut.

Richtig hellhörig wurde ich bei der Schilderung des Innovationsprozesses. Einmal im Moment würden sich abteilungs- und funktionsübergreifend Mitarbeiter zu sogenannten Open Space Workshops treffen, um selbstorganisiert Themen nach Wahl zu besprechen, gegebenenfalls Verantwortlichkeiten zu verteilen und umzusetzen. Open Innovation pur ist die Integration von unternehmensfremden Personen in diesen Innovationsprozess: „Aufgrund des großen Erfolgs dieser Workshops haben wir begonnen auch Aktionäre, Aufsichtsräte, Kunden, Partner, potentielle Kunden aber auch Freunde, Journalisten und Blogger einzuladen„.

Da Innovationskommunikation die letzten Tage mein Schwerpunkt war (hier, hier und hier), wäre ich als Leser sehr neugierig gewesen, wie diese Stakeholder in den Prozess eingebunden werden? Macht das die interne Kommunikationsabteilung? Welche Aufgaben wären damit verbunden gewesen, welches Rollenverständnis? Leider steht dazu nichts im Interview. Trotzdem lesenswert.

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