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RSS sinnvoll nutzen: Feeds clever organisieren

23. Mai 2008
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Nach viel Theorie und der Auswahl des RSS-Readers geht es nun (endlich!!) darum, wie man mit Feeds clever umgeht. Sinn und Zweck ist es ja, entweder schneller die eigenen Informationsbedürfnisse zu befriedigen, oder in der gegebenen Zeit mehr Themen zu erschließen bzw. tiefer einzutauchen. Bei mir passierte das alles gleichzeitig.

Das Schöne ist ja, dass sich die Verwendung von RSS leicht an die eigenen Gewohnheiten und Bedürfnisse anpassen lässt. Das bedeutet eben auch, dass jedem selbst überlassen bleibt, den eigenen Leseprozess zu organisieren und immer wieder neu zu justieren. Das ist eine Chance.

Lesenswert ist beispielsweise ein Artikel von Mike Schnoor, der in seinem Blog seine Leser mal fragte, wie diese ihre Feeds verwalten. Die 18 Antworten geben einen hübschen Überblick, wie unterschiedlich der Umgang ist.

Zugegeben, wenn man RSS für sich neu entdeckt und darüber wiederum wieviele spannende, informative und/oder kurzweilige Blogs es da draußen gibt kann es zu Begin passieren, wenn man in der ersten Euphorie abonniert bis die Maus raucht. Das ist nicht tragisch und reguliert sich von selbst wenn man feststellt dass für die gesammelten Kanäle gar nicht die Zeit vorhanden ist. Für mich finde ich es wichtig sich bewusst zu machen, dass man das alles “da draußen” lesen kann, aber nicht muss.

Ein erster guter Tipp wäre aus meiner Sicht, dass die RSS-Feeds nichts sein dürfen, was man zusätzlich macht (genauso wie die Verwendung von Wikis). Das Lesen sollte in den Tagesablauf integriert sein, wie das berühmte Lesen der morgendlichen Zeitung. Routine.

Ich fange mal bei mir an wie ich das handhabe, bevor ich weiterführende Links zu den Ansichten anderer Leute hinzufüge. Ich verwende gerne den SAGE-Reader, der in den Firefox integriert ist. Vor allem in Kombination mit der Verwendung mit Lesezeichen entfalten browserbasierte Reader ihr Potential. Die letzten knapp zwei Jahre hat sich ein relativ stabiles Programm von ungefähr 60-80 (wechselnden) Blogs herausgebildet, die ich gut verfolgen kann. Was lustlos überflogen wird fliegt schnell wieder raus. Es hat sich ein Ordner-System bewährt, das grob kategorisiert, z.B. “PR”, “Wissensmanagement”, “Wikis”. Ergänzt wird es durch „Archiv“ – das was qualitätiv hochwertig ist, aber im Moment uninteressant.

Die thematische Sortierung ermöglicht mir nach jeweiligem Interessenschwerpunkt meine Feeds zu lesen. Nun sind diese Ordner auch nur eine grobe Einteilung, die Quellen überschneiden sich inhaltlich manchmal. Hinzu kommt, dass Artikel des öfteren so interessant sind, dass ich sie nicht überfliegen möchte. Ich sammle sie für einen ruhigen Moment und/oder ergänze die gesammelten Lesezeichen um thematisch naheliegende. Dazu speichere ich die Lesezeichen in vier Ordnern in der Lesezeichen-Symbolleiste ab – ich nehme an, die Ordnernamen erklären sich von selbst…

Die Nützlichkeit der Ordner wird noch vergrößert durch die Verwendung von Trennlinien, wie sie Firefox ermöglicht. Hier ist das Beispiel des geöffneten Ordners „Blog-Futter“, gewissermaßen die Redaktion dieses Blogs. Hier sammle ich alles was als Thema für diesen Blog in Frage kommt oder für Belege und weiterführende Links zur Verfügung steht. Im oberen Teil finden sich nützliche Werkzeuge, die ich für den Betrieb des Blogs verwende bzw. fortgeschrittene Anwendungen, die ich noch im Rahmen der RSS-Reihe vorstellen werde. Eine Ausnahme sind Lesezeichen für den WikiLabor-Blog, denn die werden unter „Wikis“ gesammelt.

Das ist mein System im Grobem. Zum Abschluss noch ein paar empfehlenswerte Links zum Thema, um sich von den Strategien anderer Leute inspirieren zu lassen:

Martin Belam führt ebenfalls dicht komprimiert mit Schwerpunkt „cleverer Umgang“ in das Thema ein.

So erklärt der Marsianer (Selbstauskunft) das Thema. Anders, und gut verständlich.

Schonmal ein Ausblick worüber ich bei Gelegenheit schreiben werde bietet Marcel Weiß hier (Thema Filtern). Er liest über 300 Feeds täglich, verwendet am liebsten den Google Reader und verbindet den RSS-Reader gern mit Social Bookmarking.

Nochmal Marcel Weiß, wie er clever Google Reader verwendet: Sortierung nach Priorität, Thematik, Ort.

Hier findet sich die Hauptseite der Artikelserie zu RSS.

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