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Internet: Studie zu Nutzung und Medienkompetenz

27. Mai 2008
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Im Wortefecht-Blog stieß ich auf den interessanten Artikel mit dem sprechenden Titel „Digitale Analphabeten„. Anlass ist eine Studie der Indiana University namens «Ranking Websites with Real User Traffic», die 100.000 Nutzer über neun Monate beobachtete. Die vorgestellten Ergebnisse der Untersuchung von Internet-Nutzungsverhalten haben mich so überrascht, dass ich gern darauf verlinke.

  • In der Hälfte aller Fälle werden Webseiten nicht über Links sondern direkt über die URL angesteuert – wobei Klicks über RSS-Feeds aus technischen Gründen nicht erfasst werden.
  • Noch viel unglaublicher: Gerade mal 5 % der angeklickten Links kommen von Suchmaschinen!! Das ist der ganze Umfang des Suchmaschinenmarktes.
  • „Die meisten User besuchen zielstrebig eine kleine Anzahl von Seiten, die sie bereits kennen. Eine deutsche Studie von SevenOneMedia hat jüngst ergeben, dass dieses so genannte Relevant Set der Surfer aus rund acht Seiten besteht.“ Zum Vergleich: Ich beobachte täglich rund 70 Webseiten, nutze die Verlinkungen und finde das normal😉
  • Die Anzahl der Webseitenaufrufe, die über die Maske der Suchmaschienen laufen, ist in den letzten Jahren sogar gestiegen (Also z.B. die Google-Suche nach „www.xyz.de“ statt sie direkt in die Adresszeile im Browser einzugeben).

Der Großteil der Menschen nutzt das Medium also gar nicht angemessen. Der Schlussfolgerung kann ich nur zustimmen, dass die digitale Spaltung zwischen denen mit Medienkompetenz im Filtern des Informationsstroms und der breiten Masse wächst.

Ich erinnere mich noch, wie mein Vater mir vor ungefähr 15 – 20 Jahren erklärte, in Zukunft würde der Zugang zur Informationstechnik darüber entscheiden, ob man am gesellschaftlichen Leben voll teilhat oder draußen steht. Das war zu der Zeit, als PCs begannen ein noch teures Massenphänomen zu werden. Damit meinte er eigentlich den Zugang zur Hardware, die hohe Ansprüche an das Einkommen stellte. Aber er täuschte sich. Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Die Spaltung entwickelt sich an der Frage, ob man mit dem Medium souverän umgehen kann – das Wesentliche Finden, Hintergrundrauschen ausfiltern, sich neue Technologie schnell aneignen – oder nicht. Er saß übrigens bis heute noch nie vor einem Rechner und weigert sich …

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