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Web 2.0: Beispiel für sinnvoll vernetzte Verwendung

6. Juli 2008
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Auf der einen Seite tun sich viele der ungefähr 30jährigen oder älter immer noch ein bisschen schwer mit den ganzen kollaborativen vernetzten Technologien die man landläufig „Web 2.0“ oder „Social Media“ nennt. Auf der anderen Seite stieß ich gerade auf einen Artikel im Kulturmanagement-Blog, den ich interessant fand verlinken möchte. Christian Henner-Fehr zeigt, wie das Rote Kreuz der USA wegen eines Hochwassers in mehreren Bundesstaaten Web 2.0 sinnvoll vernetzt nutzt, um Öffentlichkeit für ihre Arbeit und das Problem an sich zu schaffen. Zitat:

  1. „Weblog: Zentrale Anlaufstelle ist ein Weblog, das auf WordPress.com aufgesetzt worden ist, also der webbasierten Blogplattform. Der Vorteil: ein Weblog ist sehr schnell inkl. Domain eingerichtet, man muss sich nicht um die Software kümmern und kann innerhalb kürzester Zeit loslegen. Konzipiert ist das Weblog in diesem Fall als Online-Newsroom, das heißt, hier laufen alle Informationen zusammen.
  2. Fotoplattform: Das amerikanische Rote Kreuz nutzt die Fotoplattform Flickr, um dort Fotos und Videos von der Katastrophe zur Verfügung zu stellen. Fotos und Videos dokumentieren das ganze Geschehen, sprechen die Menschen an und lassen sich leicht in das Weblog einbinden. Wertvoll erscheint mir Rex Hammocks [Quelle des Artikels, Anm.] Hinweis, von der Fotoplattform auf das Weblog zu verweisen bzw. zu verlinken. Statt Flickr kann man bei uns unter anderem auch Sevenload nutzen.
  3. Google Maps: Mit Hilfe von Google Maps wird gezeigt, wo überall das Rote Kreuz aktuell im Einsatz ist. Die Karten lassen sich natürlich auch wieder in verschiedene Websites einbinden.
  4. RSS: Für jeden Bundesstaat wurde ein eigener RSS-Feed eingerichtet, so dass ich nur die Informationen erhalte, die für meinen Bundesstaat relevant sind. Abonnieren lassen sie sich über das Weblog.
  5. Slideshows: In Ergänzung zu den Fotos auf Flickr stellt das Rote Kreuz auch Slideshows zusammen, in diesem Fall wird die Plattform slide.com genutzt. Die aus Fotos bestehende Präsentation liefert eindrückliche Bilder und kann in Websites eingebunden werden.
  6. Videoplattform: Zum Einsatz kommt YouTube, die wohl bekannteste Videoplattform. Der Vorteil: einerseits lassen sich die Videos leicht in das WordPress-Blog einbinden. Zweitens stellt YouTube auch eine Möglichkeit dar, Menschen über den Einsatz des Roten Keuz zu informieren und auf das Weblog hinzuweisen.
  7. Podcast: Mit Hilfe von Utterz lassen sich Podcasts direkt in das Weblog, aber natürlich auch in andere Websites einbinden. Eingabegerät ist das Handy, womit die Möglichkeit gegeben ist, dass die Einsatzkräfte direkt vor Ort kurze Statements abgeben können. Authentischer geht es nicht mehr.
  8. Twitter: Die Kurzinformationen werden über einen eigenen Twitterkanal verteilt, den die InteressentInnen abonnieren können. Maximal 140 Zeichen sind möglich.“

In dieser Aufzählung frage ich mich, warum nicht auch z.B. Wikis zum Einsatz kommen? Gerade Hilfsangebote aus der Zivilbevölkerung ließen sich damit koordinieren- z.B. Unterkünfte, Decken, Lebensmittel. Kann mir nicht vorstellen dass das Rote Kreuz auf Unterstützung komplett verzichten kann. In diesem Sinne scheinen mir die Bemühungen hier mehr in Richtung Öffentlichkeitsarbeit zu gehen, weniger ins Projektmanagement, was auch möglich gewesen wäre. Wobei sich obendrein die Entwicklung im Wiki auch problemlos in die RSS-Feeds einspeisen ließe, z.B. mit RSS-Parsern, um wiederum Öffentlichkeit zu generieren.

UPDATE: Über ein weiteres schönes Beispiel sinnvoller Vernetzung habe ich hier schon einmal zu den Floukids geschrieben, die praktisch zum Nulltarif ausschließlich mit Web 2.0-Angeboten Marketing, Community und Vertrieb ihrer Musik organisieren.

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