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bcmuc08: Social Software im Unternehmenseinsatz

13. Oktober 2008

[UPDATE April 2010: Da dieser Artikel regelmäßig gefunden wird unter dem Suchbegriff „Social Software in Unternehmen Workshop“ gibt es jetzt hier eine Liste von Treffern, wo es wirklich um Workshops geht😉

***

Am Sonntag fand ich Gelegenheit um bei Frank Hamm zum Thema „Social Media im Unternehmenseinsatz“ vorbeizuschauen. Frank fasste das Thema relativ weit und fragte, „welche Motivation für Unternehmen für den Einsatz von Enterprise 2.0 gegeben“ sei. Dazu stieg er mit drei Thesen ein:

Die Diskussion hielt sich nicht unbedingt streng an diese Struktur. Eine Anmerkung zum „Change-Management“ in eigener Sache zum Schluss.

Es wurden einige Aspekte angeschnitten in der Session. Längere Zeit hielt sich die Diskussion an einer von mir eingebrachten Frage auf. In meinem Bekanntenkreis findet sich niemand Web 2.0-affines außer mir. Ausnahmslos jeder dort hat von mir von Wikis und Blogs näher erfahren, sodass ich auch recht nah an den Reaktionen von „Otto Normalverbraucher“ bin. Dabei stelle ich immer wieder fest dass

  • auch junge Menschen um die 25 sehr wohl noch nie was davon gehört haben (
  • viele Widerstände haben und
  • auch bei grundsätzlichem Interesse immer die Frage kommt, warum man etwas in das System Wiki geben soll wenn es prinzipiell andere ausnützen können. Welchen Vorteil man davon habe wenn andere mit dem weitergegebenen Wissen Karriere machen könnten?

Diese Denkweise halte ich für ein typisches Muster. Aus diesem Grund fragte ich wie man diese Befürchtung der Menschen zumindest neutralisieren oder noch besser sinnvoll verwenden kann? Die Runde kam auf folgende Aspekte:

  • Ganz klassisch: Motivation durch Lob und Ermunterung von Seiten der Vorgesetzen/Geschäftsleitung
  • Kopplung der Beförderungslogik an Mitarbeit in Wiki und Blog, teilen von Wissen, Ausbildung von Neulingen auf diesem Gebiet, … UPDATE: Laut Frank Roebers ist das tatsächlich bei Synaxon Teil der Mitarbeiterberurteilung – offensichtlich werden Mitarbeiter verpflichtet.
  • Aufbau von interner und externer Reputation durch das Bloggen. Die Prämisse war dabei von einem Teilnehmer, dass heutzutage Mitarbeiter häufig nicht mehr vertikal innerhalb von Unternehmen Karriere machen, sondern vielmehr Karrieresprünge häufig durch Arbeitgeberwechsel erreicht werden.
  • Dirk Röhrborn von Cummunardo nannte als Case den internen Communardo-Blog: Den Mitarbeitern sei es möglich untereinander Anerkennung für ihre Artikel aufzubauen. Die öffentliche Wahrnehmung der Äußerung würde viel Stolz hervorrufen. Außerdem würde es von Seiten der Firma belohnt werden – Details weiß ich allerdings nicht.

Leider wurden die obengenannten Thesen Franks nicht erörtert. Dabei fand ich gerade die Erwähnung von Change-Management als Motivation sehr interessant. Da ich aus der PR-Branche komme und zum Schluss im Bereich Change-Communication / Veränderungskommunikation gearbeitet habe wäre das ein interessanter Punkt für eine eigene Session gewesen. Finde ich jedenfalls😉.

Jedenfalls weiß ich sowohl von meinem letzten Arbeitgeber als auch von der europaweit aufgestellten PR-Agentur Pleon, dass sie darüber nachdenken. Pleon richtet momentan sogar eine eigene Abteilung bzw. eine Arbeitsgruppe dafür ein. Eine Möglichkeit, die mir sofort einfällt und über die ich z.B. geschrieben habe wäre die Konstruktion einer gemeinsamen Organisationsidentität mit Hilfe von Blogs im Falle von Fusionen oder Übernahmen zur Vereinigung zweier Unternehmenskulturen. Vielleicht beim nächsten Bar Camp?

UPDATE: Frank Hamm hat in diesem Artikel weitere Aspekte der Session angesprochen und um weitere Thesen ergänzt, die ebenfalls besprochen wurden.

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