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Enterprise 2.0 und (Disruptive) Innovation 2: Wer sind die „Superbauern“ im Unternehmen?

19. März 2010

Bei der Entwicklung neuer spannender Produkte wurde in den letzten Wochen das Buch „E-Man“ von Gunther Dueck zum wesentlichen Modell. In den Gesprächen um die Bedeutung für und Akzeptanz von Enterprise 2.0 / Sozialer Software in Unternehmen half es viel zu erklären, was ich gern weitergeben möchte. Im ersten Teil dieser Serie stellte ich den Persönlichkeitstest MBTI vor und welche Persönlichkeitstypen Dueck im weiteren davon ableitet.

Wesentlich für die Entwicklung von Duecks Modell ist der „Superbauer„. Der Superbauer ist die verschärfte Form des Bauern (J) und des Citizen (SJ): Gemeinschaft / Zugehörigkeit, Regeln, Hierarchie, Sicherheit.

Die Superbauern sind wichtig für das Modell, denn sie stellen zusammen etwa 60 % des Managements in Unternehmen. Dueck unterscheidet nochmal zwischen zwei Formen des Superbauern: ESTJ und ISTJ.

  • Der extrovertierte ESTJ trägt nach Dueck Verantwortung und mobilisiert. Vorschriften und Leitlinien setzt er mit Vergnügen und Gewissenhaftigkeit, um Kontrolle über das System zu erhalten sowie über alle die nicht seinem Bild gleichen. Er selbst geht in Regeln und Prozessen völlig auf und hält sich gern für das allgemeingültige Modell des guten Mitarbeiters. Er hält sich für alles geeignet.
  • Der eher introvertierte Superbauer ISTJ ist laut Dueck kein Führer. Zuverlässig, hart arbeitend, kostenbewusst und sparsam, klar und gewissenhaft bis zur Zwanghaftigkeit.

Wichtig für den weiteren Verlauf ist jetzt wie Superbauer 1.) Informationen und Wissen weitergeben, und wie sie 2.)  auf Herausforderung / Innovationen reagieren:

  • Information und Wissen: Dueck unterscheidet interessanterweise zwischen Copy-by-instruction und Copy-by-product. Copy-by-instruction ist für Superbauer das Mittel der Wahl, wenig überraschend durch eine möglichst genaue Beschreibung, Vorschrift und Prozessdefinition. McDonalds wäre ein gutes Beispiel, die Burger schmecken überall in Deutschland gleich. Abweichungen werden in diesem Modell nicht mitgedacht, erscheinen logischerweise als Störung. Veränderungen sind unerwünscht, es sei denn sie werden zentral vorgegeben und erscheinen kontrollierbar.
  • Innovation: Superbauern mögen nach Dueck keine Abweichungen, sie stören den Plan, die Sicherheit. Superbauern brauchen ebenso das Gefühl zu verstehen. Was sie nicht verstehen lehnen sie ab, versuchen es unter Kontrolle zu bekommen, wenn es sein muss wird es bekämpft. Angenommen die Neuerung ist trotz Bemühungen nicht mehr zu negieren und zu ignorieren heißt das noch lange nicht dass die Veränderung angenommen wird. Der Wille zum allmählichen Wandel lässt Superbauern mit „mehr vom gleichen“ reagieren: Sparen, Effizenzsteigerung, Optimierung und Re-Organisation

In den nächsten Teilen: Was ist jetzt „Disruptive Innovation“ und wie gehen Superbauern damit um? …

Bisherige Teile:

  1. Von Persönlichkeiten in Unternehmen
  2. Wer sind die Superbauer in Unternehmen?
  3. Was ist eigentlich (disruptive) Innovation?
  4. Wie gehen Superbauer mit Innovation um?
  5. Wer ist der „E-Man“ als Treiber für Innovation?

Bildnachweis: via

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