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Enterprise 2.0 und (Disruptive) Innovation 3: Was ist eigentlich (disruptive) Innovation?

23. März 2010

In Gesprächen um Bedeutung und Akzeptanz von Enterprise 2.0 / Sozialer Software in Unternehmen half das Buch „E-Man“ von Gunther Dueck einiges zu erklären, was mich umtreibt. Das mag ich teilen. Im den ersten Teilen dieser Serie stellte ich den Persönlichkeitstest MBTI vor und welche Persönlichkeitstypen Dueck im weiteren davon ableitet. Bevor es wieder zum Buch zurückgeht halte ich es für wichtig sich hier kurz zu bestimmen: Was ist Innovation? Was ist vor allem disruptive Innovation.

Innovationen sind ersteinmal eben nicht neue Ideen oder gar Erfindungen. Jeder hat es schon erlebt: eine Idee allein ändert gar nichts, ohne ihre Umsetzung  passiert nichts. Ganz richtig steht in der Wikipedia dazu:

Im engeren Sinne resultieren Innovationen erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden (Invention), die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden und den Markt durchdringen (Diffusion)

Lineare Innovation als Gegensatz zu Disruptive Innovation – bzw. Sprunginnovation:

Wie wäre es statt längerer theoretischer Ausführungen mit einem Beispiel das unter Garantie jeder kennt? Verkehrskreuzungen🙂

In den Foto links ist eine größere Kreuzung zu sehen. Verschiedene Spuren, Ampelanlagen… Um ein solches System weiterzuentwickeln könnte man die Spuren anders legen. Verbreitern oder verkleinern. Neue Spuren anlegen oder schließen. Man könnte die Ampelschaltungen optimieren, besser takten oder bessere Sensoren im Asphalt einbauen. Alles das wäre kurz gesagt eine lineare Innovation. Vielleicht besser aber sicher nichts Neues. Meistens sind solche Innovationen mehr vom gleichen: größer, weiter, schneller…

Um mit dem steigenden Verkehsaufkommen fertig zu werden ging man irgendwann neue Wege. Statt immer mehr vom gleichen wählte man nach dem Vorbild aus Großbrittannien immer öfter Kreisverkehre zur Regelung des Verkehrs.

Es liegt auf der Hand: Der Übergang vom Reißverschlusssystem zum Kreis ist keine Weiterentwicklung mehr, es ist ein Sprung. Ein Bruch mit dem bisherigen Vorgehen, ein neues System. Auf Ampeln kann weitgehend verzichtet werden. Die Teilnehmer müssen nicht mehr warten bis man ihnen erlaubt zu fahren, sie entscheiden selbst. Der Verkehr organisiert sich weitgehend selbst, die Straße ist nur der Rahmen.

Interessant ist dabei das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in der Übergangszeit: anfangs zeigten sich viele irritiert, die bisherigen erlernten Routinen funktionierten nicht mehr bzw. waren nutzlos. Obwohl ein Kreisverkehr der Kreuzung deutlich überlegen ist, es weniger Unfälle gibt und der Verkehr schneller fließt kam es in der Anfangszeit häufiger zu Unfällen. Eine disruptive Innovation.

Um im Bild zu bleiben:

Man kann im ersten Bild eine ganze Weile innerhalb der Logik  die Kreuzung optimieren. Eben mehr vom gleichen, aber irgendwann ist Schluss damit. In dem Fall ist eine natürliche Grenze wohl die Bebauung drumherum, die beispielsweise die Anlage neuer Spuren unmöglich macht. Lineare Innovation stößt irgendwann an ihre Grenzen. Die einzige Möglichkeit ein solches „ausgereiztes“ System zu entwickeln ist ein Sprunginnovation. Der Wechsel in ein neues System.

Im nächsten Teil geht es um die Frage wie Superbauern mit Disruptiver Innovation umgehen…

Bisherige Teile:

  1. Von Persönlichkeiten in Unternehmen
  2. Wer sind die Superbauer in Unternehmen?
  3. Was ist eigentlich (disruptive) Innovation?
  4. Wie gehen Superbauer mit Innovation um?
  5. Wer ist der “E-Man” als Treiber für Innovation?

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