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Enterprise 2.0 und (disruptive) Innovation 4: Wie gehen Superbauern mit Innovation um?

27. März 2010

Im Moment beschäftige ich mich gern dem Buch „E-Man“ von Gunther Dueck, der auf Basis des MBTI-Tests ein interessantes Modell entwickelt hat wie wir arbeiten und warum wir es auf eine bestimmte Weise tun. Welche Persönlichkeiten welche Rolle darin spielen.

(c) pixelio / Rainer SturmIm letzten Artikel (3) setzte ich mich mit linearer und vor allem disruptiver Innovation auseinander. Wie aber gehen Superbauer damit um? Und warum ist das von Bedeutung – für mich und meine Arbeit? Für erfolgreiche E 2.0-Einführungen?

Im zweiten Artikel hieß es:

Superbauern mögen nach Dueck keine Abweichungen, sie stören den Plan, die Sicherheit. Superbauern brauchen ebenso das Gefühl zu verstehen. Was sie nicht verstehen lehnen sie ab, versuchen es unter Kontrolle zu bekommen, wenn es sein muss wird es bekämpft. Angenommen die Neuerung ist trotz Bemühungen nicht mehr zu negieren und zu ignorieren heißt das noch lange nicht dass die Veränderung angenommen wird. Der Wille zum allmählichen Wandel lässt Superbauern mit “mehr vom gleichen” reagieren: Sparen, Effizenzsteigerung, Optimierung und Re-Organisation

Kennzeichen des Neuen seien folgende Aussagen:

  • Das Neue kann nicht funktionieren“
  • „Geht nicht“

Und außerdem, das Neue …

  • ist verboten
  • Es ist nicht schicklich
  • (Es ist zu) klein (um sich zu lohnen)
  • Es ist gefährlich
  • Es ist teuer
  • Und man lacht darüber

Superbauern verstehen Disruption überhaupt nicht und fühlen sich verängstigt.

Wenn sich Rahmenbedingungen so schnell ändern, dass allmählicher und kontrollierter Wandel nicht ausreicht versuchen sie es trotzdem mit den üblichen Instrumenten in den Griff zu bekommen. Alte Lösungen für neue Probleme.

Wenn sie sich überhaupt damit auseinandersetzen lehnen sie mögliche Lösungen ab, weil das …

  • Thema unbekannt ist
  • Es liegen keine Erfahrungen dazu vor
  • Keine Zahlen liegen vor – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
  • Keine Vorbilder sind vorhanden

Das heißt dass Superbauer den Wandel an sich ablehnen, jedenfalls solange es geht. Sie akzeptieren den ausgelösten Wandel nur wenn sie schon mit dem Rücken zur Wand stehen, was noch nicht heißt dass sie damit umgehen können.

SB akzeptieren Disruption nur wenn es…

  • Vernünftig ist (ESTJ), Daten vorhanden sind, der Ablauf planbar ist, Commitment vorliegt und Ressourcen vorhanden sind, oder…
  • Logisch ist (ISTJ), Daten vorhanden sind, der Ablauf planbar ist.

Soviel zur Theorie. Jetzt die Thesen:

1. Erfolg entsteht nicht mehr durch klassische Betriebsführung, sondern durch neue Geschäftsmodelle. Neue Geschäftsmodelle sind disruptiv.

2. Gunther Dueck z.B. schreibt im hinteren Teil (auf den ich noch zu sprechen kommen werde) dass die Geschwindigkeit und Umfang an disruptiven Innovationen zunehmen werden. Das habe ursächlich zu tun mit veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Aufkommen des E-Man (ja, jetzt kommen wir zum Punkt).

3.Enterprise 2.0 (definiert als eine bestimmte Weise der Zusammenarbeit und Führung) hilft Firmen sehr mit disruptive Innovation umzugehen. Wenn nicht gar sie vorab identifizieren zu können so doch flexibler darauf reagieren zu können.

4. Enterprise 2.0 ist selbst eine disruptive Innovation (hier ein Beispiel)  … Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch und vor allem für die Führungskräfte (hier im Modell: Bauern / Superbauern).

Wenn aber die Geschwindigkeit und Umfang disruptiver Innovation zunehmen werden, wie bekommt man als Berater für Anwendungen von und Einführung von Web 2.0 in Unternehmensprozesse die Superbauern dazu die Disruption mitzutragen? …

Und wenn Enterprise 2.0 Unternehmen hilft besser mit disruptiver Innovation umzugehen, selbst aber eine darstellt, was bedeutet das für die Einführung?

Weiter im nächsten Artikel mit dem E-Man …

Bisherige Teile:

  1. Von Persönlichkeiten in Unternehmen
  2. Wer sind die Superbauer in Unternehmen?
  3. Was ist eigentlich (disruptive) Innovation?
  4. Wie gehen Superbauer mit Innovation um?
  5. Wer ist der “E-Man” als Treiber für Innovation?


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