Skip to content

Softwareeinführung: Was schafft Akzeptanz der Anwender?

11. April 2010

Um Lösungen in den Bereichen interne Kommunikation und Wissensmanagement zur Verfügung zu stellen stelle ich mir immer wieder die gleichen Fragen: Wie muss ich mit der Belegschaft des Kunden umgehen damit auch die „breite Masse“, die ganz normalen Leute, mitmachen? Wie bekomme ich sie dazu die mit einer Softwareeinführung verbundenen Veränderungen von Unternehmenskultur und Organisationsstruktur zu tragen? Insbesondere wenn es sich um Soziale Software handelt?

Menschen sind sehr unterschiedlich. Sie verhalten sich sehr unterschiedlich. Ich meine dass man auf diese Unterschiedlichkeit Rücksicht nehmen muss. Mehr noch: sie als Hebel nutzen kann!

***

Dafür muss man die Unterschiedlichkeit aber auch verstehen, um sie konstruktiv nutzen zu können. Ich stoße immer wieder auf Ansätze um diese Unterschiedlichkeit zu erfassen.

Z.B. erwähnte ich in einem Artikel zu Veränderungsbereitschaft den Blog von Paul Bayer, der “Fukudas Parabel” anschaulich dargestellt hat: Teams würden sich generell grob einteilen lassen in 10% Innovatoren, die den Wandel tragen und nach Vorteilen fragen, der großen Masse der Abwartenden und weiteren grob 10%, die notorisch dagegen sind. Jene ersten 10% seien grundsätzlich offen, altersunabhängig.

Zugegeben, das ist ein schönes Bild, aber ziemlich linear. Und sehr einfach obendrein, da sich die 80 % „breite Masse“ gar nicht unterscheiden. Eine Erweiterung stellt wohl diese Graphik dar, die ich in der tollen Studie von Centrestage aus Esslingen gefunden habe (S. 9):

Centrestage nutzt hier das „Crossing the Chasm“-Modell von Geoffrey A. Moore.

  • Das Modell gefällt mir, weil … es grundsätzlich verschiedene Persönlichkeitstypen unterscheidet, die unterschiedlich auf Neuerungen reagieren. Vor allem dass es die eigentliche Hürde sichbar macht, die man bei einer Einführung nehmen muss: den Sprung von den ersten 10 – 20 % der Nutzer zur „schweigenden Mehrheit“, die ersteinmal abwartet.
  • Am Modell überzeugt mich nicht … dass es wiederum recht linear ist. Es scheint als ob man erst die Technik-Fans überzeugen müsse um die Visionäre zu bekommen. Dass überzeugte Pragmatiker ab einer kritischen Masse überzeugte Konservative nach sich ziehen.

***

Aus diesem Grund überzeugen mich lineare Erklärungsmodelle nicht. Aus meiner Sicht scheint es sinnvoll die unterschiedlichen Persönlichkeitstypen nicht nacheinander, sondern gleichzeitig anzusprechen. Jeden auf seine Weise. Mir fallen auf Anhieb zwei Ansätze ein, die darüber hinaus gehen, und die ich im folgenden Blogartikel diskutieren will inwieweit sie zu erklären helfen wann und warum eine Softwareeinführung erfolgreich ist:

  • Einmal der Klassiker von Malcolm Gladwell: „Tipping Point“ – immerhin nutzt er als Basis das gleiche Modell von Geoffrey A. Moore. Frage: welche Bedingungen müssen gegeben sein dass sich Neuerungen quasi epidemisch verbreiten?
  • Und zum anderen die Typologie von Gunther Dueck, der das ebenso interessante Buch „E-Man“ verfasst hat. Auf der Basis des MBTI-Tests entwirft er ein Modell von vier Persönlichkeitstypen. Frage: Welche Bedingungen sind aufgrund der Verteilung von Persönlichkeitsmerkmalen in Unternehmen gegeben, die heute Innovationen in Unternehmen eher bremsen, und welche sollten es sein um genau das zu ermöglichen? Vor allem wie Unternehmen mit disruptiver Innovation umgehen? (siehe im Blog Artikel 1, 2, 3, 4, 5)

***

Dazu ausführlich mehr im zweiten Artikel, demnächst…

Blogger lieben Kommentare und Diskussionen! Wie ist deine Meinung dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s