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Big Picture: Wie das Blogthema „Enterprise 2.0“ mit Arbeitsformen und Bildung zusammenhängt

11. März 2012

Weniger als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr werde ich den Rest meines Lebens verbringen

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Dieses schöne Zitat fand ich auf dem Blog von Uwe Hauck, anscheinend von Albert Einstein. Von wem auch immer, es spiegelt mein Denken und Streben wieder. Ich möchte ebenfalls Zukunft denken, und nach Möglichkeit gestalten! Kürzlich auf dem Barcamp Nürnberg 2012 wurde mir das wieder bewusst, als ich erst in einer Session zu modernen Arbeitsformen (Link), und am nächsten Tag in einer Session zu Lernformen steckte.

Dieser Artikel ist einerseits noch ein Nachtrag zum #bcnue4, aber keine Session-Beschreibung.

Vor allem aber ist es ein sehr persönlicher – für sich stehender – Artikel, weil mir das erste Mal seit längerer Zeit wieder bewusst wurde, wie verschiedene Teile meines Lebens (und meiner Interessen) zusammenhängen. Mir wurde am Barcamp Wochenende auf eine tiefere Weise bewusst, warum ich mich eigentlich beruflich mit Enterprise 2.0 / Social Business, mit Schwerpunkt Wissensmanagement, befasse. Vielleicht habe ich mich auch deswegen erst kürzlich mit dem Mangel an positiven Zukunftsentwürfen befasst.

Um das Big Picture soll es darum in diesem Artikel gehen, auch, um meine eigenen Gedanken ein wenig zu sortieren: wie hängen die Dinge zusammen, die aus meiner Sicht die Zukunft ausmachen. Und welche Rolle mein berufliches Thema Enterprise 2.0 darin spielt …

  • Technologie
  • Arbeitsbegriff
  • Bildung
  • Bedingungsloses Grundeinkommen (Soziale Sicherung)

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Um die schiere Menge an Gedanken zu sortieren erstellte ich vor ein paar Tagen diese Skizze im Zug nach Köln. Für einen schnellen Entwurf fand ich es ausreichend und vollständig genug:

(c) M. L. Höfer

Zum Vergrößern bitte Anklicken

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Die Graphik hat wohlgemerkt eigentlich kein Zentrum. Dass E 2.0 im Vordergrund steht, ist nur meiner Arbeit und persönlichem Erkenntnisinteresse geschuldet …

1. Enterprise 2.0 und Moderne Arbeitsformen

Enterprise 2.0 hat immer drei Dimensionen nach TOM-Modell: Technik, Kultur und Organisation. Vor allem auf die technischen Aspekte gehe ich im Blog gern ein (z.B.hier und hier), aber auch auf kulturelle Aspekte hin und wieder (siehe hier und hier). Bleibt die „Organisation“ zu betrachten:

Auf dem #bcnue4 hatten wir eine großartige Session über „Moderne Arbeitsformen (Wie werden wir in Zukunft arbeiten?)“. Darin ging um die organisatorischen Aspekte, wie wir in Zukunft Arbeit strukturieren werden. Kernpunkte waren:

  • Abkehr von „Sozialversicherungspflichtigen Normalarbeitsverhältnissen“ / Beschäftigung auf Projektbasis
  • Flache Hierarchien
  • Tendenz zur Selbstorganisation – hier ein aktueller Artikel in der SZ
  • Abkehr von festen Arbeitsplätzen im räumlichen Sinne, hin zum „Rollcontainer“

Aus meiner Sicht macht es zwingend Sinn beides zusammen zu denken, Enterprise 2.0 und Veränderungen der Arbeitsformen. Das ist ein wechselseitiges Verhältnis.

Einerseits benötigt die flexiblere und räumlich unabhängigere Arbeitsweise in Projekten Werkzeuge, die das überhaupt ermöglichen. Web 2.0 Werkzeuge bieten die notwendigen Freiheiten. Vor allem sehe ich in dynamischen Projektteams die Notwendigkeit den einzelnen Menschen, seine Expertise, aber auch persönliche Eigenheiten, stärker als früher in den Vordergrund zu stellen – man lernt sich ja nicht mehr automatisch über lange Zeit kennen. Das geht vor allem auch deshalb so gut, weil es den Trend von der Kodifizierung zur Personifizierung gibt – der Mensch als Wissensträger rückt in den Vordergrund, die Information dagegen relativ in den Hintergrund.

Und umgehrt ist es der Kombination aus (Web 2.0-) Technik und Kultur, die wiederum solche organisatorischen Entwicklungen fördert, z.B. die verstärkte Selbstorganisation von Arbeit und Lernen. Hinzu kommt aus meiner Sicht auch, dass Collaboration tendentiell Einzelleistungen in den Hintergrund rücken lässt, was wiederum Steuerung über Zielerreichung gegenüber Entlohnung nach Arbeitszeit stärkt …

2. Enterprise 2.0 und Bildung

Denk ich an Enterprise 2.0, dann denk ich als größte Herausforderung an Kultur, und von dort ist es nur ein kleiner Schritt an Bildung zu denken. Wie lernen wir eigentlich zu lernen und zu arbeiten? Warum tun wir uns so schwer kooperativ und collaborativ zu arbeiten?

Wer mich etwas kennt weiß dass ich meine Regelschulzeit regelrecht gehasst habe. Nie wieder habe ich so wenig in so langer Zeit gelernt, und nie wieder hatte ich das Gefühl von so umfassender Ineffizienz bei gleichzeitig hohem Druck auf das Individuum. Muss ich leider so sagen.

Umso mehr freue ich mich dass auch hier die Zeit nicht stehen bleibt, und sich das System langsam weiterentwickelt. Ein Beispiel aus den Niederungen der Gegenwart findet sich in der aktuellen Brandeins zu „Relevanz„, im Artikel „Der Leerplan„. Wie das in Zukunft aussehen könnte zeigt hingegen der Artikel „Jeder ist ein Lehrer“ am Beispiel eines Ablegers der Mozilla-Stiftung – Stichwort Open Education. Zugegeben etwas despektierlich formuliert:

Hunderte Nerds haben sich von ihren heimischen Rechnern weggetraut, um in Barcelona darüber zu diskutieren, wie Bildung heute funktionieren kann. In einem historischen Gebäude gegenüber dem Museum für moderne Kunst bemalen sie Papierbögen mit Diagrammen, wollen Erziehung neu erfinden: per Internet vernetzt, ohne Hierarchien. Zielorientiert, aber basisdemokratisch. Und vor allem gratis. Moderne Bildungshungrige sehen sich kaum noch persönlich, bestenfalls per Videokonferenz. Stattdessen twittern, chatten und mailen sie, arbeiten gemeinsam an Wikis. Einen Lehrer gibt es nicht, man lernt irgendwie gemeinsam. Die School of Webcraft ist eines von vielen Projekten, die sich in Barcelona vorstellen, und – da ist man sich hier einig das wohl vielversprechendste.

Ich erwarte dass offene Lernformen in Zukunft eine hohe Bedeutung einnehmen werden, und auch dass sich Privatsphäre und Arbeitssphäre häufiger überschneiden werden. Die Art und Weise wie zur Verfügung stehende Informationen und Wissen überhaupt entstehen, verändert sich. Zwei Beispiele fallen mir sofort ein:

  • Blogs wie mein eigener hier, verbunden wiederum mit …
  • Barcamps

Mein Blog ist ein gutes Beispiel dafür. Er ist für mich ein persönliches Wissensmanagement-Tool, für mich wichtige reflektierende Gedanken kommen da rein. Die werden dann von anderen kommentiert, verbreitet, und auch im Arbeitskontext verwendet – ich sehe es an den Referrern. Gleichzeitig funktioniert er auch nach innen, bei meinem Arbeitsgeber: die Blogartikel sind manchmal gleichsam Diskussionspapiere, werden registriert und auch verwendet.

Barcamp Nürnberg 2012 #bcnue4 LogoBarcamps, wie ich jetzt ausführlich darüber berichtet habe (hier und hier) wiederum sind Treffpunkte für Leute wie mich, zeitlich begrenzt, aber höchst real. Leute, die nicht selten wie ich in Blogs oder via Twitter oder sonstwo Wissen teilen, vernetzen und neu zusammensetzen. Menschen, die für ein Wochenende in angenehmer Stimmung selbstorganisiert Themen diskutieren, mal ernst, mal mit viel Spaß. Da verschränken sich dann digitales und „analoges“ – das immer Fortsetzung im Netz findet.

– > Im Enterprise 2.0 finden sich diese Lernformen wieder. Zum einen in der Verwendung interner Blogs, zum anderen darin, wie oft bei der Lösung von Problemen externe Blogs verwendet werden. Externe Blogbeiträge sind schon bemerkenswert oft eine Referenz oder Begründung bei der Beantwortung von Fragen aus dem Arbeitsprozess heraus … Spannend finde ich obendrein zu beobachten, dass ich freiwillig (!) Ende April auf das ShareCamp München gehen werde, dem Barcamp zu Sharepoint. In der Freizeit! Ich kann es mir nur mit den Nutzen versprechen, den ich mir vom Format Barcamp verspreche, mehr über Sharepoint zu lernen🙂

Bemerkenswert finde ich diese Entwicklung, ganz nebenbei bemerkt, auch, weil sich hier eine Parallele zur Open Innovation anbietet. Ähnlich wie bei der Entwicklung von „Neuem“ öffnet sich das Enterprise 2.0 nach Außen. Bei der Open Innovation gegenüber den Stakeholdern, die in den (Produkt-) Entwicklungsprozess integriert werden. In Sachen Wissensmanagement öffnet sich das Enterprise 2.0 nach Außen, lässt Informationen / Wissen hinein, aber auch raus – siehe meinen Blog als Beispiel.

UPDATE: Keine Woche später fand dann auf Facebook folgende kurze Unterhaltung zum Thema „Barcamps in Unternehmen“ statt:

Barcamps in Unternehmen - Wissensmanagement

Barcamps in Unternehmen – Wissensmanagement

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3. Moderne Arbeitsformen und Bildung

Im Dreieck zwischen Enterprise 2.0, Arbeitsformen und Bildung sehe ich „Lebenslanges Lernen„, um gleich an den vorletzten Absatz anzuknüpfen.

Zum einen reicht eine Ausbildung längst nicht mehr aus, man lernt bei und für praktisch jedes Projekt Neues dazu. Zum anderen heißt das aber auch: Arbeiten und Lernen verschmelzen!

Der Druck dazu steigt auf jeden Fall. In zunehmend projektorientierten Arbeitsverhältnissen sinkt anzunehmenderweise die Neigung von Arbeitgebern, sich für die Entwicklung der Arbeitnehmer verantwortlich zu fühlen, tendentiell. Wenn es aber nicht der Arbeitgeber in einer institutionalisierten Form anbietet, dann bleibt entweder/oder:

  • Arbeit als kontinuierlicher Lernprozess
  • Eigenverantwortliche Weiterbildung, sowohl in institutionalisierter Form (Hochschulen) oder semi-institutionalisiert (Open Education / Barcamps)

Die Eigenverantwortung wird mit zunehmender Flexibilisierung der (Arbeits-) Verhältnisse sicher zunehmen, auch für Bildungsangelegenheiten.

4. Soziale Sicherheit

Vermutlich ist es meiner Ausbildung als Politikwissenschaftler geschuldet, aber ich finde dass der Aspekt der Sozialen Sicherheit beachtet, und nicht unterschätzt, werden sollte. Immerhin sprechen wir von einer Lebensform, die für eine zunehmende Zahl von Personen Realität werden wird:

  • Abnehmen der finanziellen Sicherheit des „Normalarbeitsverhältnisses“
  • Zunehmende Selbstverantwortung für (Aus-) Bildung – von Absicherung wie Rente mal abgesehen
  • Erhöhter Aufwand für Selbstmarketing
  • Erhöhte Notwendigkeit zur Selbstdisziplin – oder anders formuliert: zuverlässig zu funktionieren, um finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Wie vor kurzem in der Barcamp Session richtig gefragt wurde, ist offen, was wir mit denen machen, denen dieser Lebensstiel (zeitweilig) zuviel ist?

[UPDATE 22.3.2012:] Dass es einen Zusammenhang zwischen (prekären) Arbeitsbedingungen und politischer Einstellung gibt, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden könnte, zeigt auch ein aktueller Artikel auf telepolis: „Hoher Preis für Flexibilisierung – Atypisch Beschäftigte halten weniger von Demokratie als Festangestellte„.

Während 42 Prozent derer mit einer Vollzeitstelle eher und sehr zufrieden mit der Demokratie sind, meinen dies bei den Zeitarbeitern und geringfügig Beschäftigten nur 27 beziehungsweise 22 Prozent. […] Dass unsere Gesellschaft gerecht wäre, daran glauben insgesamt die wenigsten Arbeitnehmer.

Meine These ist daher: Angesichts der absehbaren Veränderungen, wie wir in Zukunft „Arbeit“ und „Bildung“ organisieren werden, ist es auch notwenig „Soziale Sicherheit“ neu zu denken, und anzupassen!

Mir will bis heute nicht in den Kopf wie jemand das bedingungslose Grundeinkommen für eine „linke“ Idee halten kann … Immerhin: Ein für die Grundsicherung [Miete, Gesundheit, plus Weiterbildung] ausreichendes pauschales Grundeinkommen würde Arbeitnehmer vom Druck entbinden, unabhängig von Konjunktur oder Marktentwicklungen laufend Geld hereinzuholen.

Negativ formuliert – und das ist von mir nicht abwertend gemeint – wäre das BGE ein Netz für alle, die eine Zeitlang aus persönlichen Gründen nicht mehr Anschluss halten können, oder sich grundsätzlich in einer derart beschleunigten und flexibilisierten Welt schwer tun. Böse formuliert: ein Netz für die „Verzichtbaren“. [Ein Begriff der so in der Session zu „Moderne Arbeitsformen“ fiel, und der zum Glück auf Protest stieß]

Wir könnten aus gesellschaftlicher Perspektive damit auf jeden Fall die Grundlagen schaffen, dass sich Menschen / Arbeitnehmer bei Bedarf, oder auch nur bei Lust und Laune, weiterbilden. Oder präziser formuliert: In Bildung / Know How investieren! Als Gesellschaft jedenfalls profitieren wir doch von jedem individuellen Kompetenzzuwachs.

Vom Selbständigen (Arbeitskraftanbieter) ist es kein großer Weg mehr zum Unternehmer. Das BGE könnte als Brücke für jeden  fungieren den Schritt zu riskieren zu investieren. Geld, Ressourcen, Ansehen. Ich bin mir sicher: mit einem solchen „Netz“ im Hintergrund würden mehr Menschen den Schritt wagen.

Auf jeden Fall könnte das BGE ein Bindeglied sein, um einerseits höhere Flexibilität und höhere Selbstverantwortung bei erhöhten Anforderungen des Arbeitsmarkts an Know-How zu vereinbaren!

***

Fazit:

Jetzt weiß ich nicht recht was das Fazit davon ist oder sein könnte. Der Artikel reifte ein paar Tage, und bei Beendigung habe ich schon einen neuen Schwung Fragen, die beantwortet werden wollen. Kaum fertig, ist es wieder „nur“ ein Zwischenstand.  Der nächste schriftliche Gedanke dazu kommt also bestimmt. …

4 Kommentare leave one →
  1. 11. März 2012 16:13

    Ich finde das Zitat und die daraus sich ableitende These problematisch. Denn wie willst du / wollen wir die Zukunft gestalten, wenn wir die Vergangenheit gar nicht richtig kennen? Für mich gehört das eine zum anderen bzw. bedingt sich einander…

    Beim GBE wäre ich sehr vorsichtig, dieses mit einer Grundsicherung gleichzusetzen. Denn die Grundsicherung haben wir schon, die reicht aber eben nicht zum Leben, inklusive gesellschaftlicher Teilhabe und zur sozialen Sicherheit. Deshalb benötigen wir mehr als Grundsicherung.
    M.E. werden wir in nicht allzu ferner Zukunft in der Tat die Frage beantworten müssen, was machen wir mit dem Teil der Bevölkerung, die dauerhaft nicht mehr als erwerbsfähig vermittelbar sind, vor dem Hintergrund, dass dieser Bevölkerungsteil immer größer wird.

  2. Kyrosch Alidusti permalink
    11. März 2012 18:32

    Ich verstehe echt nicht, wieso du den „Arbeitskraftunternehmer“ oder das unternehmerische Selbst so positiv siehst. Von Unternehmertum hast du als „Arbeitskraftunternehmer“ nur die Risiken, ohne jedoch selbst bestimmen zu können, denn du bist ja nicht automatisch tatsächlich Unternehmer sondern in den meisten Fällen angestellt – es sei denn du sprichst von Freelancern, dass solltest du aber auch dazu schreiben. Außerdem stellt sich die Frage, ist das erstrebenswert? Für dich offenbar schon.
    Das BGE „ein Netz für die “Verzichtbaren”“?. Bitterer kann man diese Idee wohl nicht sehen. Kein Wort darüber, dass einige Befürworter dies als eine Keimzelle für eine alternative Lebensform sehen, und nicht als vorübergehende Chillout-zone für zeitweise Überforderte. Die Hauptforderung der Befürworter ist jedoch, dass der Bezuf des BGE nicht mit einer Stigmatisierung zusammenfallen darf, doch dies legt deine Interpretation gerade zu nahme („Verzichtbare“). Dass ich nicht zu den Befürwortern zähle, liegt genau in der Dehnbarkeit dessen, wofür und zu welchem Zweck das BEG dienen soll, und du hast meine Zweifel eher bestätigt. Sorry.

  3. 11. März 2012 19:09

    @ Kyrosch: Danke für den Kommentar. Du zeigst mir dass ich wohl ein paar Sachen hätte anders – deutlicher – formulieren sollen. Da hab ich zu sehr aus meiner Perspektive gedacht, und nicht im Sinn behalten, dass dieser Text auch nur für sich gelesen werden könnte.

    Im Grunde sind wir nicht weit auseinander!🙂 Meine Formulierung war mit Absicht, es sei „böse formuliert“ diejenigen als „verzichtbar“ zu bezeichnen, die nicht mithalten können. Mein Gedanke war grundsätzlich, dass wir uns als Gesellschaft schon die Frage stellen sollten, ob und wie diejenigen in einer derart beschleunigten Arbeitswelt integriert sind, denen schwer fällt mitzuhalten – aus welchen Gründen auch immer. Im Artikel zu #bcnue4-Session zu „Moderne Arbeitsformen“ wurde das auch so thematisiert (http://wp.me/pdWed-FJ). Jemand verwendete tatsächlich den Ausdruck „verzichtbar“, was allgemein zu Protest geführt hat. Zum Glück.🙂

    Den Begriff „Arbeitskraftunternehmer“ werde ich nach deiner Anregung streichen. Es ist nicht so gemeint von mir, aber ich denke dass die meisten eine dir ähnliche Vorstellung von der Bedeutung haben: Unsicherheit ohne Chancen.

    Mein Gedanke ist das Gegenteil davon: Das BGE wäre eine Möglichkeit, dem so verstandenen „Arbeitskraftunternehmer“ die Freiheit zu geben, zu arbeiten und zu lernen was er will und für sinnvoll hält. Unsicherheit plus Chance, sozusagen.

  4. 11. März 2012 19:54

    @ Christof: Eigentlich leite ich aus dem Eingangszitat gar keine These ab🙂 Wäre interessant zu wissen welche du gefunden hast?

    Selbstverständlich ist die Vergangenheit nicht bedeutungslos. Im Studium las ich mal das sehr interessante Buch „Niemand ist frei von der Geschichte“, ein Streifzug durch 50 Jahre Parlamentsdebatte. Der Titel ist, glaube ich, ein Zitat von Richard von Weizäcker, der auf den Charakter des Grundgesetzes abzielte, als Reaktion auf die Erfahrungen des 3. Reichs.

    Damit will ich sagen dass die Vergangenheit Ihre Bedeutung hat zum Verständnis der Gegenwart, und welche Weichenstellungen sich für die Zukunft ergeben. Aber vor allem die Zukunft interessiert mich, denn die können wir gestalten. Und das will ich!

    Zum BGE solltest du dich mit Kyrosch unterhalten (sowieso, ihr würdet euch verstehen). Unter „Grundsicherung“ im Sinne des BGE versteh ich ebenfalls mehr als „satt“. Sondern auch Gesundheit und vor allem WEITERBILDUNG. Sonst macht es ja keinen Sinn. Der Artikel ist auch dementsprechend angepasst. Grüße nach P.

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