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MOOCs im Intranet: Features zur Umsetzung in Sharepoint 13

23. November 2012

MOOC Wiki Blog Twitter Intranet Internet

Das Thema MOOCs (Massive Open Online Course) ist für mich recht neu, und aus Sicht eines Sharepoint-Consultants interessant im Hinblick auf die Konzeption einer Wissensmanagement-Lösung innerhalb eines Intranets. MOOCs interessieren mich, weil sie (Achtung! These) eine Möglichkeit darstellen Wissensmanagement sehr dynamisch anzugehen. Als Wissensmanagement innerhalb einer Firma, das eher ein „Lernmanagement“ ist.

Deshalb habe ich in den vergangen Tagen zwei Artikel publiziert, die die folgenden Fragen behandelten:

  • Artikel 1: Was sind MOOCs, und warum sind sie – trotz ihrer Konzeption als Lernform im Internet – auch für die Konzeption eines Intranets interessant?
  • Artikel 2: Was unterscheidet einen MOOC von einem Intranet-MOOC, und wie könnte ein organisatorischer Rahmen aussehen?

Darauf aufbauend möchte ich in diesem Teil aufzeigen dass mit Sharepoint 2013 genug vielseitige Features zur Verfügung stehen, um einen MOOC innerhalb des Intranets durchzuführen – und auch mit welchen wann warum. Dazu habe ich den Artikel folgendermaßen aufgebaut:

  1. Prototypischer Ablauf eines MOOC nach Wikipedia
  2. Übersicht der Features des Sharepoint 2013, die für einen Intranet-MOOC in Frage kämen
  3. Übertragung der Features (2) auf den Ablauf (1) eines Intranet MOOC
  4. Überblick über Verlauf des Intranet-MOOC: Möglichkeiten im Sharepoint 2013

1.) Ablauf eines MOOC

Die folgende Liste stammt aus dem Wikipedia-Artikel zu MOOCs, über den Ablauf eines MOOC. Dabei wird vorauszusetzt dass ein MOOC mit der Phase des „Teilen“s nicht beendet ist, sondern ggf. ein neuer Zyklus beginnt – siehe auch Artikel hier:

  • Orientieren (Aggregate): sich einen Überblick verschaffen und auswählen, was interessant erscheint
  • Ordnen (Remix): ein Thema für sich strukturiert festhalten und nach Anknüpfungspunkten und Verbindungen zum eigenen Alltag suchen
  • Beitragen (Repurpose): einen eigenen Beitrag oder Kommentar zu einem Thema verfassen
  • Teilen (Feed Forward): die eigenen Beiträge mit anderen Teilnehmenden teilen

2.) Übersicht der Features des Sharepoint 2013, die für einen Intranet-MOOC in Frage kämen

Dieser Teil ist definitiv kein Sharepoint-Fachartikel. Vieles setze ich voraus bzw. verlinke darauf. Es geht in diesem Teil vielmehr darum nur grob aufzuschlüsseln was es gibt, der Schwerpunkt ist die Verwendbarkeit im Rahmen eines Intranet-MOOC:

  • Suche: Die Suche und ihre Verbesserungen würde eine ganze Reihe von Artikeln verdienen, deshalb verlinke ich jetzt nur auf „Introduction to Sharepoint 2013 Search
  • (Co-Authoring) Dokumente: Co-Authoring von Dokumenten ist eine feine Sache. Microsoft hat die Co-Authoring-Möglicheiten im Sharepoint 2013 noch etwas ausgeweitet und lässt das jetzt auch bei MS Visio zu. Ob es jetzt auch in Excel und Powerpoint umfassend funktioniert, weiß ich nicht, aber mit Word und OneNote sicher. Hier ein kurzes Video das zusammenfasst was mit Word grundsätzlich geht.
  • Wiki: Muss man Wikis Ende 2012 noch erklären? Das Enterprise Wiki-Template hat sich übrigens im Vergleich zum Sharepoint 2010 überhaupt nicht weiterentwickelt, was ich bedauerlich finde.
  • Blogs: Blogs muss man Ende 2012 auch nicht mehr erklären, oder? Blogs haben sich im Vergleich zu Sharepoint 2010 auch kaum weiterentwickelt, was ich hier persönlich nicht vermisse. Blogs gibt es im Sharepoint 2013 sowohl als als Site-Template als auch als persönliche Blogs auf der jeweiligen MySite. Man kann damit sowohl einen Multiautorblog für die Moderation oder für einzelne Gruppen umsetzen. Oder auch Einzelpersonenblogs, die von Einzelpersonen geführt werden und über den Activity Stream der MySite sichtbar sind.

MySite SP 13 Activity Stream

  • MySite: Die MySite als solche mit ihrem großen Nutzen des Identitätsmanagements ist geblieben, aber sie hat sich – hurra – weiterentwickelt. Eine tolle Übersicht findet sich auf dieser technet-Seite, auf der Videos und Powerpoint-Präsentation die Neuerungen darstellen und erklären. Interessant an MySites ist auch die Möglichkeit interne und externe Inhalte zu verschlagworten, damit eine Art Social Bookmarking innerhalb des Intranets zu betreiben – denkbar sind neben normalen Schlagworte auch spezielle MOOC-Schlagworte, die MOOC-spezifische Inhalte leichter auffindbar machen. Vor allem aber interessant sind die neuen Activity Streams:
  • Activity Streams: MySite: Eine der größten Veränderungen der MySite 13 ist – hurra hurra – der stark verbesserte Activity Stream. Der kann jetzt grundsätzlich alles das was man als Nutzer von Facebook und co. von so einem Activity Stream erwartet: Kommentieren, Like, @mentions, Einbindung von Bilder und Video inkl. Generierung von Thumbnails zur Vorschau … Grundsätzlich gilt natürlich nach wie vor, dass der personalisierte Activity Stream auf der Mysite Aktivitäten der Kollegen aggregiert (Dokumente, Wiki-Seiten, Blogartikel). Dem Activity Stream kommt damit eine große Bedeutung für einen Intranet MOOC zu
  • Activity Streams: Microfeeds: Sehr interessant ist dass es jetzt neben dem gewohnten Hauptfeed auch lokale Feeds gibt, die sog. „Microfeeds“ oder „Group Feeds“. Microfeeds sind funktionell vollständige Activity Streams, aber mit dem Unterschied dass sie eben nur auf einer bestimmten Site zu sehen und zu nutzen sind. Kein Zugang zur Site, kein Zugang zum Feed. Die Inhalte der Group Feeds laufen übrigens wieder im zentralen Activity Steam zusammen, selbstverständlich security trimmed. Das macht lokale Group Feeds zu einem weiteren Element im Mix

***

Unterschiedliche Badges

  • Badges: Es gibt endlich auch im Sharepoint 13 Badges, also Auszeichnungen, hurra! Mir persönlich ist das Bedürfnis danach eher fremd, aber sehr zu denken hat mir eine Aussage von Dörte Giebel gegeben. Sie meinte, Zitat, „dass von den 1.400 angemeldeten TeilnehmerInnen im Open Course 2012 rund 900 ein Online Badge angestrebt“ hätten. Das zeigt wie wichtig Badges sind. Im Sharepoint 13 im Rahmen eines Intranet-MOOC eingesetzt können Sie ein zusätzlicher Anreiz für die Teilnahme sein.
  • Diskussionslisten: Die neuen Discussion (Board) Lists sind schön weiterentwickelt und um nützliche Funktionen erweitert worden – hier findet sich ein ausführlicher Artikel. Einzelne neue Diskussionen können z.B. als „Question“ markiert werden, Hervorhebung funktioniert für einzelne Antworten („Best reply“) als auch ganzen Diskussionen, man kann in allen Diskussionen suchen … Das ganze nähert sich einem Forum an.
  • Community-Feature: Das Community Feature ist aus meiner Sicht eine der aufregendsten Neuerungen im Sharepoint 13, ich mag es sehr. Communites lassen sich auf gleich dreierlei Weisen einrichten: als Site-Feature aktivieren, als Site Template erstellen, oder gleich als Site Collection. Im Sharepoint-Blog von Microsoft selbst finden sich hier und hier zwei ausführliche und lesenswerte Artikel dazu.
  • Community Site-Template: Eine Community Site kommt dem am nächsten, was ich als „Lernraum“ bezeichnen würde. Sie beinhaltet als Kernfunktion ein der erweiterten Diskussionslisten. Außerdem, und das ist der Clou, gibt es außerdem Reputationseinstellungen: Es gibt Punkte für Beiträge in den Diskussionen, insbesondere für hervorgehobene Beiträge, und Badges für erreichte Mengen an Punkten und verschiedene Levels, die man als sichtbare Expertise erreichen kann. Eine solche Community Site erweitert den normalen Teamsite-Nutzen inkl. Co-Authoring an Dokumenten um soziale Elemente, insbesondere Anreize für die inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen.
  • + Community Portal: Community Portale aggregieren alle Community Sites in einer Sharepoint-Farm, und bieten somit einen guten Startpunkt interessante „Communities of Interest“ – sprich: Lernräume – zu finden
  • Das eLearning-Feature: Komplett neu im Vergleich zum Sharepoint 2010 ist das eLearning Feature, und es hält was der Name ankündigt. Es ist ein Feature mit dem man Kurse einrichten kann inkl. einzelner Frageblöcke. Als Admin hat man auch die Möglichkeit für die Beantwortung von Fragen Punkte zu vergeben, sowie für die Erreichung einer bestimmten Punktzahl auch hier wieder als Bestätigung Badges zu vergeben. Eine wirklich tolle dreiteilige Auseinandersetzung findet sich auf Furuknap´s Sharepoint Corner! Eine „Community Site“ ist eher als Raum zur Zusammenarbeit konzipiert, während eine eLearning Site eher als Raum zum geführten Lernen konzipiert ist.

***

  • Video / Audio: Im Sharepoint 2013 ist das Einbetten von Video und Audio-Dateien sehr viel besser gelöst als noch in der Version 2010. Damit werden jetzt auch Webcasts und Podcasts als Mittel der Entwicklung von Ideen oder deren Präsentation denkbar. Einen Schritt weiter gedacht, von der rein internen zum semi-externen Umsetzung des MOOC: Sogar öffentliche Google Hangouts – ein sehr spannendes Thema – über Google Plus, die auf Youtube gehostet sind, könnten im Intranet wiederum als Youtube-Video eingebunden werden

Noch keine Meinung habe ich zu folgenden Neuerungen im Sharepoint 2013:

Es gibt einige Neuerungen, zu denen ich noch keine öffentliche Meinung habe, denen ich aber eine Bedeutung für die Umsetzung eines Intranet-MOOC einräume, vor allem im Bereich „Start / Übersicht / Moderation“. Ich werde Anfang Januar wieder Gelegenheit zum Testen haben, aber solange wollte ich nicht mit der Veröffentlichung dieses Artikels warten:😉

  • Cross Site Publishing Feature
  • Vielzahl der neuen Search-Webparts und deren Möglichkeiten

***

3.) Übertragung der Features (2.) auf den Ablauf (1.) eines Intranet MOOC:

3.0) Start / Moderation:

  • Zentraler Blog dient als DIE Anlaufstelle für die Initierung und Begleitung des Intra-MOOCs
  • Ein eLearning-Kurs kann ebenfalls in der Startphase passende Aufgaben stellen und ggf. den ganzen Intra-MOOC über parallel laufen

3.1) Orientieren (Aggregate):

  • Suche: Nach Experten (MySite) und Themen (Communites, aber auch einzelnen Dokumenten)
  • Sichten der Ergebnisse: Dokumente und Dateien aller Art, Blogartikel, Wikiseiten
  • Activity Stream: Filtern, Fragen stellen, Antworten enthalten
  • Social Bookmarking: Gefundene interessante Inhalte verschlagworten und damit allen zur Verfügung stellen

3.2) Ordnen (Remix):

  • Suche
  • Co-Authoring: Inhalte in Word-Dokumenten, aber vor allem in geteilten OneNote-Dateien zusammentragen und collaborativ ergänzen
  • Blog: Vor allem in eigenen Blogs auf der MySite Inhalte zusammenfassen, Thesen auf- und auf diesem Weg auch zur Verfügung stellen
  • Wiki: Inhalte zusammentragen und collaborativ ergänzen
  • Activity Streams: Zentral auf MySite und in den lokalen Group Feeds Austausch, Fragen stellen und auf andere Medien wie OneNote, Blogs oder Wikis aufmerksam machen
  • Community Sites: Erstellung von neuen oder Nutzung bestehender Community Sites, um innerhalb der Community of Interest über das Discussion Board Inhalte zu diskutieren – auch in Kombination mit Co-Authoring in einer Bibliothek innerhalb der C. Site

3.3) Beitragen (Repurpose):

  • Co-Authoring: Word-Dokumente / OneNote-Dateien
  • Blog: Lokal auf MySite und/oder im zentralen Blog als Autor
  • Wiki
  • Activity Streams: Zentral auf MySite und in den lokalen Group Feeds Austausch, Fragen stellen und auf andere Medien wie OneNote, Blogs oder Wikis aufmerksam machen
  • Community Sites: Diskussion und Co-Authoring
  • Audio / Video: Podcasts und Webcasts erstellen, und einbinden in Seiten, Blogartikeln, Wikiseiten, im Activity Stream darauf aufmerksam machen

3.4) Teilen (Feed Forward):

  • Blog: Schwerpunkt jetzt auf zentralen Blog, Zusammenfassung von Überlegungen, Recherchen und gemeinsamer Entwicklung von Ideen. Verlinkung auf verteilte Inhalte innerhalb des Intranet
  • Activity Stream: Auf erarbeitete Inhalte auf (Wiki-) Seiten, in Dokumenten und Blogbeiträgen aufmerksam machen
  • Social Bookmarking: Erarbeitete Inhalte verschlagworten und auffindbarer machen

***

4.) Überblick über Verlauf des Intranet-MOOC: Möglichkeiten im Sharepoint 2013

(c) Christian Opitz via pixelio.de

Für Teilnehmer und interessierte (passive) Mitarbeiter gäbe es im Sharepoint 13 mehrere Möglichkeiten sich auf dem Laufenden zu halten:

  • Intranet-MOOC-Übersichtsseite: Darin über ein Webpart angezeigt die Inhalte aus dem zentralen Blog im Hintergrund wie dieser hier , der über Agenda informiert, aber auch regelmäßig Zusammenfassungen und Bewertungen der Aktivitäten der vergangen Woche bringt. Ebenfalls denkbar ist ein oder mehrere Content Query Webparts, das längere Einzelbeiträge aggregiert, z.B. einzelne Blogbeiträge. Und/oder neue Dokumente, die mit einem speziellen MOOC-Content Type erstellt wurden …
  • Community Portal: Ein Community Portal würde gut informieren welche Themen-Communies es mittlerweile zum Intranet-MOOC gibt, die wiederum entdeckt werden können. Die Portalseite wäre sozusagen ein Absprungpunkt in einzelne Communities
  • MySite: Activity Stream / Kategorienprofile:  Während die Alternativen eher über längere Beiträge informieren oder über Themenkomplexe, informiert der Activity Stream hauptsächlich über einzelne Aktivitäten wie die Bearbeitung von Dokumenten, das Stellen von Fragen, solche Sachen.

***

  • Darin nicht enthalten sind die Möglichkeiten, die das neue Cross Site Publishing für die Aggregation von Inhalten bietet, ebenso die neuen Search-Webparts. Der Artikel bekommt wohl ein Update anfang nächsten Jahres…

5.) Ausblick auf Teil 4: Schnittmengen zwischen MOOCs sowie Collaboration und Wissensmanagement

Die Überlegungen des letzten Teils kamen nicht zum Schluss, sondern bildeten das konzeptionelle Grundgerüst, das meinen Überlegungen der Artikel 1 bis 3 zugrunde lag. Um die einzelnen Artikel nicht zu überfrachten habe ich diese Gedanken lieber an den Schluss gestellt. Der Artikel findet sich hier:

Begriffsverständnis inkl. MOOC

 

14 Kommentare leave one →
  1. 3. Dezember 2012 13:07

    Hallo Ludwig,

    du scheinst dir über dieses Thema wirklich schon richtig Gedanken gemacht zu haben. Was du hier skizzierst erinnert mich stark an das, was man unter Qualitätsmanagement-Brille ein „Lifecycle Management“ nennen würde. Also quasi, wie man einen Prozess organisiert, damit dieser immer wieder durchlaufen werden kann, ohne sich dann irgendwann totzulaufen. Ich denke, dass diese Struktur wirklich Verwendung im SharePoint finden kann und man diesen Prozess ggf. sogar in ein eigenes, gekapseltes MOOC-Feature packen kann.

    • 3. Dezember 2012 13:18

      Hi Christopher🙂

      Freut mich dass du die Durchführung von Intranet-MOOCs mit Sharepoint prinzipiell interessant und machbar findest.

      Nachdem ich mich ein wenig in das Thema eingelesen habe, sehe ich schon gewisse Unterschiede zu einem QM-Lifecycle. Vor allem hat ein MOOC ja immer ein bestimmtes Thema und ein Ziel, um den kollaborativen Lernprozess zu fokussieren. Man kann einen so verstandenen MOOC nicht ewig laufen lassen, sondern nach dem Erreichen des Ziels höchstens einen neuen initiieren.

      Bislang sehe ich übrigens noch kein „eigenes, gekapseltes MOOC-Feature“. Ich meine, wozu auch, und wie? Kennst du den Begriff der „Nutzungsoffenheit“ für Social Media? Soll heißen dass diese ganzen Sachen wie Blogs, Wikis etc. keinen ausdrücklichen Zweck haben, sondern für vieles verwendet werden dürfen. Ein MOOC ist nicht an bestimmte Features gebunden.

      Für mich geht es daher eher um ein Konzept, das Anforderungen eines dynamischen Wissensmanagements mit den nutzungsoffenen Social Features des Sharepoint zusammenbringt …

    • 3. Dezember 2012 13:32

      In Ordnung, das mit dem konkreten Ziel habe ich anders verstanden. Häufig ergibt sich ja bei der Recherche für das konkrete Ziel viele neue Ideen und Anforderungen, die man bis dahin einfach nicht auf dem Schirm hatte. Bedeutet das nun, dass für diese neuen Ideen ein eigenes MOOC erstellt werden muss? Und werden neue Anforderungen dann als neues MOOC oder in das bestehende aufgenommen?

      Zum Thema Feature habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Ich dachte ehr an eine komplette Solution, die die prinzipiellen Werkzeuge bereits bereit hält und dann über Features aktivieren kann. Es ist ja wohl so, dass SharePoint 2013 hier bereits sehr viele Features von vornherein bereit stellt. Interessant wäre so etwas natürlich auch für SharePoint 2010, da auch heute noch Projekte für 2010 realisiert werden und uns diese Plattform für die nächsten Jahre noch begleiten wird. Ich denke dabei an eine … nennen wir es „SocialTools.wsp“. Welche zum Beispiel ein Feature „MOOC-Blog“ enthält. Ein weiteres, welches „MOOC-Wiki“. Wird nun ein Wiki angelegt, wird dieses direkt mit einem einzutragenden Blog verbunden, Admin-Rechte gesetzt, Nutzer informiert etc. Natürlich sehe ich das stark aus einer Architekten-Brille. Aber ich denke, wenn man dem Nutzer möglichst viel Aufwand dabei abnimmt, wird das neue Konzept auch leichter angenommen. Und wenn es die Möglichkeit gibt, ein komplettes MOCC ähnlich leicht zu realisieren wie einen einzelnen Blog, wird es leichter angenommen werden.

    • 3. Dezember 2012 14:45

      So, exakt so gefällt mir das Bloggen!!😀 Man schreibt, und das Geschriebene bringt die Leser auf neue Ideen, die dann in den Kommentaren oder gleich eigenen Artikeln auftauchen. Sehr schön🙂 …

      OK, ich bin ja auch noch kein Experte für MOOCs, und freue mich deshalb auch sehr auf die Teilnahme an meinem ersten: http://howtomooc.org/programm/ … Bislang allerdings habe ich es so verstanden dass ein MOOC tatsächlich irgendwann endet, wie eine Kampagne. Die Inhalte bleiben, werden weiterverwendet, aber der organisierende und moderierende Rahmen, der Input lieferte und Zeiten des Austauschs, ist dann weg. So gesehen müsste man bei einem neuen Thema einen neuen MOOC aufsetzen.

      Mittlerweile freunde ich mich mit deiner Idee einer Solution an. Vor allem dein Argument überzeugt mich es den Anwendern (und Entscheidern) so einfach wie möglich zu machen. Denkbar wären z.B.

      – Zentrale Berechtigung für alle Features innerhalb der Solution
      – Ein Orga-Blog, der gleich ein eigenes Webpart für die Startseite oder einen anderen prominenten Ort im Intranet bekommt
      – Ein MOOC-Wiki, das gleich ein wenig aufgehübscht wird und ggf. bestimmte Funktionalitäten bekommt
      – Gleich ein paar MOOC-typische Tags (#)
      – MOOC-spezifische Inhaltstypen, um Inhalte leichter filtern zu können

      Unter SP 13 speziell:
      – Mindestens eine MOOC-Community, inkl. Tasklist für Visualisierung des Ablaufs, und, klar, Dokumentenbibliotheken
      – Eigene MOOC-Badges für die Community
      – Ergänzend das eLearning-Feature
      – …

  2. 3. Dezember 2012 14:52

    Ja, so denke ich mir das. Was auch möglich wäre ist ein Querverweis. Beispielsweise soll der Tag „#MOOC-SharePoint“ in das aktuelle MOOC. Im Hintergrund wird ein Suchprozess gestartet. „Folgende MOOCs behandeln auch den Tag. Möchten Sie eine Verknüpfung herstellen?“ So könnte man unkompliziert Querverweise nutzen, Synergien herstellen und die MOCCS ingesamt vernetzt gestalten. Selbst wenn ein MOOC abgelaufen ist, kann man dann die darin enthaltenen Informationen ja weiter einsehen und aufbereiten.

    Interessant wäre dann die Frage, ob man ein MOOC wieder eröffnen kann, wenn sich z.B. neue Informationen ergeben. Oder zumindest die bisherigen Informationen aggregiert für ein ein neues MOOC aufbereiten und zur Verfügung stellen kann. Dazu noch ein schicker Info-Workflow, der die Nutzer darüber informiert, dass das Thema wieder aktuell ist, oder es Querverweise dazu gibt.

    • 3. Dezember 2012 14:56

      Ja, das sind interessante Ideen🙂. Im letzten Artikel, den ich am Donnerstag veröffentlichen werden, kommt die konzeptionelle Einordnung von Intranet-MOOCs in das Spannungsfeld von Collaboration und Wissensmanagement. Das erhellt sicher auch nochmal einiges.

    • 3. Dezember 2012 15:08

      Zu deiner Frage: „Interessant wäre dann die Frage, ob man ein MOOC wieder eröffnen kann, wenn sich z.B. neue Informationen ergeben„:

      Klar kann man das. In der Grundidee nutzt man für online-MOOCs beliebige frei verfügbare Online-Tools. Von ganz offenen bis halb-geschlossenen Dingen liegt die Entscheidung völlig bei den Teilnehmern. Die erarbeiteten Inhalte und die ganze dokumentierte Kommunikation bleiben im Netz und können weiter verwendet werden.

      Dasselbe gilt natürlich für alle Inhalte eines Intranet-MOOCs: Für einen zentralen Blog, für persönliche Blogs, für Wikis, für Inhalte im Activity Stream … So auch die Idee hier im Artikel. Der MOOC läuft ja nicht völlig unabhängig vom Alltagsgeschäft. Das ist auch gar nicht wünschenswert, denn nach dem Serendipity-Prinzip soll sich ja prinzipiell jeder beteiligen können, und sei es auch nur zu einem winzigen Einzelaspekt, z.B. über eine MOOC-Frage, die allen in einer Diskussionsliste oder im Newsgator gestellt wird.

      Aggregation ist dann ein anderes Thema. Grundsätzlich lassen sich die Inhalte vom Moderator in Blogartikeln moderiert zusammenführen. Aber eine automatische Aggregation wäre wesentlich wünschenswerter. Ich denke da an SP 13 Cross Site Publishing, aber für Aussagen dazu kenn ich es noch zuwenig.

  3. 3. Dezember 2012 15:17

    Bei Aggregation würde bei mir wieder die Idee mit einem Feature hochkommen. Quasi ein Timerjob, der die Page nach Schlagworten etc. durchsucht und diese Sammelt. Dann legt der Timerjob auf dem MOOC-Hauptblog, oder in einer Taskliste oder wo auch immer, einen neuen Beitrag an „Folgende Themen könnten auch interessant sein: “ – “ um Ihn dann mit einem Klick auf „Hinzufügen“ in den Hauptblog aufzunehmen.

    Unter Umständen kann es auch sinnvoll werden gewisse Themenbereiche aus dem Internet in einen Intranet-Bereich zu importieren. Damit wäre sicher, dass der Beitrag nicht plötzlich verschwindet. Ein weiterer Timerjob könnte dann die einzelnen importierten Beiträge abscannen und nach Änderungen prüfen, die dann ebenfalls wieder in einer Taskliste für den Moderator aufpoppen. In dem Fall würde man nicht mehr auf das Internet sondern auf ein Intranet verweisen. Was natürlich gewisse Vorteile bei Erreichbarkeit, Performance und Sicherheit mit sich bringt.

    • 3. Dezember 2012 15:20

      Like🙂 … Lass uns nach Gelegenheiten Ausschau halten, dass wir diese Ideen systematisch durchgehen und ggf. beim Kunden umsetzen😉

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