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Anmeldung für Corporate Learning Camp 2013: Meine Erwartungen als (fachfremder?) IT-Consultant

25. April 2013

CLC13_Banner_365x100Letztes Jahr habe ich erst via Twitter während des #CLC12 davon erfahren, dass es überhaupt ein Corporate Learning Camp gibt. Zu spät um sich noch vor Ort zu beteiligen. Immerhin hat es für die online-Teilnahme am #CLC12 gereicht, die ich in diesem Blogartikel dokumentiert habe.

Aber dieses Jahr passiert mir das nicht! Seit Anfang der Woche ist die Anmeldung für den 27./28.9.2013 möglich: hier geht´s zur Startseite, hier zur Anmeldung. Ich bin dabei!

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Warum nehme ich teil?

Die Frage ist nicht so banal wie sie sich anhört. Als ich letztes Jahr vom #CLC12 erfuhr, war ich erst ganz elektrisiert, denn als IT-Consultant für Wissensmanagement, (Search zunehmend) und Collaboration ist es eine Selbstverständlichkeit Lernprozesse mitzudenken. Dann aber stutzte ich, als ich las wer als Zielgruppe des Corporate Learning Camps angesprochen wurde: „… BarCamp für Trainings-, Weiterbildungs-, Kompetenzentwicklungs- und Personalentwicklungs-Profis aus Unternehmen„. Und das bin ich ja sowas von gar nicht … Ein Blick in die Sessionplanung lies mich trotzdem teilnehmen. Und das war gut so.

Nun war es sicher keine Absicht Leute wie mich von #CLC12 auszuschließen. Mir wurde aber in dem Moment bewusst dass es zwei Welten gibt, die in der Praxis wenig zu tun haben, und sich kaum aufeinander beziehen:

Wissensmanagement oder Lernen? Oder beides?

  • Wissensmanagement“ ist oft die Domäne der IT, leider. Der Begriff des Lernens kommt in diesem Kontext kaum vor
  • Lernen“ wiederum ist die Domäne von Personalern und Leuten aus Training und Weiterbildung. Nach meinem Eindruck ist hier die Offenheit für Fragen der IT und des Wissensmanagements etwas größer als umgekehrt.

Hauptgraphik neu 22.11.2012Und das, ganz ehrlich, kann´s echt nicht sein, oder? Diese Trennung finde ich ziemlich künstlich. In meinem Artikel unter „Reicht “Wissensmanagement”? … Oder sollte man “Lern-Management” mitdenken?“ hab ich mir über diesen (scheinbaren) Konflikt einige Gedanken gemacht. Versteht sich von selbst dass man beides nicht gleichsetzen kann. Wissensmanagement zu sagen und überhaupt nicht von Lernen (also der Generierung neuen Wissens!) zu sprechen finde ich allerdings ziemlich absurd.

Wer diesen Blog öfter liest, dem ist das nicht verborgen geblieben. Meine 6-teilige Serie zur Frage „Was ist Collaboration“ läuft auf die These hinaus, dass ich Collaboration im erweiterten Sinn für angewandtes soziales Lernen halte – neben den Standardprozessen der Zusammenarbeit.

Erst Anfang der Woche habe ich diese Gedanken vertieft, als ich ich über ein Modell von Harold Jarche schrieb. Jarche macht sich Gedanken über die Frage, woher eigentlich das „Competitive Knowlege“ stammt, das in der Teamarbeit die Grundlage dafür bildet zielgerichtete Aufgaben zu erledigen? Es ist, auch wenn der Begriff so im Modell nicht auftaucht, das Ergebnis eines Lernprozesses aus Newsfeed > Communities > Teamarbeit:

(c) Harold Jarche

(c) Harold Jarche

Noch ein Anlauf: Warum also bin ich dabei?

Mich lässt der derzeitige Zustand unbefriedigt. Aus meiner Sicht beschränken wir ITler uns selbst und in einem größeren Maß, wenn wir „Wissensmanagement“ vorrangig mechanistisch denken. Das tut, finde ich, auch den Lösungen nicht gut, die wir mit den Kunden erarbeiten. Das ist meine persönliche Meinung. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten dass sich „die Welten annähern“. Dass die Trainer die IT und das Wissensmanagement mehr im Blick haben, aber vor allem dass sich die IT dem Begriff des „sozialen Lernens“ öffnet.

Und natürlich möchte ich selbst über „Lernen“ und „soziales Lernen“ noch einiges, ja, Lernen. Der Spaß hat gerade erst angefangen. Je mehr ich darüber weiß, umso besser für meine Arbeit.

Gut zu wissen dass es einige Leute gibt, die für diese Art von Austausch offen sind – siehe diesen kleinen Dialog mit Karlheinz Pape und Charlotte B. Venema auf Google+ :

g+ Diskussion über #clc13

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Wer kommt mit auf´s Corporate Learning Camp?

4 Kommentare leave one →
  1. 27. April 2013 14:27

    Ich war letztes Jahr dabei und erfreut über den Wissensdurst und die Diskussionsfreudigkeit der Teilnehmer. Eigentlich war das gar nicht so überraschend, wenn Leute auf ein BarCamp gehen, aber da hat mir mein Erwartungsmanagement einen Streich gespielt.

    Letztes Jahr fand ich die Mischung aus Personalern, Wissensmanagementlern, E20lern etc. sehr erfrischend. Deswegen freue ich mich auch schon auf das diesjährige CLC. Wir sehen uns also🙂

  2. 29. April 2013 09:34

    Danke dir! Denn durch diesen Blogpost bin ich auf den 13er-Termin des CLC aufmerksam geworden und habe mich gleich angemeldet. Davon kann ich sicher auch meinen Arbeitgeber überzeugen, denn Enterprise 2.0 / Social Business / call-it-as-you-like lebt vor allem von den Prozessen, die du in deinem Mehrteiler thematisiert hast.

    Daher bringen mich die zwei Tage in Frankfurt sicher weiter.

    • 29. April 2013 09:38

      Super! Ich denke wir profitieren alle davon, wenn mehr Leute aus dem Social Business Bereich daran teilnehmen. Wir können einniges von den HR-/Personal-Leuten lernen, und die von uns. Freue mich auf den Austausch dort🙂

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