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Innovationsmanagement: Corporate MOOC ist Methode kollaborativer Entwicklung

3. Juni 2013

Vier Wege des Innovationsmanagements

Corporate MOOCs im Innovationsmanagement 2Zeit meines (beruflichen) Lebens treibt mich die Frage um, woher das Neue in der Welt kommt? Wie entsteht Innovation? Wie entsteht das Neue, und welche Faktoren unterstützen die Durchsetzung? Diese Fragen trieben mich schon im Studium der Politikwissenschaft um, und sie tun es jetzt als IT-Consultant: wie können mein Kunden mit den Mitteln des SharePoint 2010 / 2013 Innovationsprozesse unterstützen?

Es gibt klassische Ideenmanagement-Methoden, und sie haben für sich ihre Berechtigung. Aber mir gehen sie nicht weit genug, weil in Ihnen die Bedingungen für die Erzeugung der neuen Ideen nicht oder kaum vorkommen. Wenn, dann kommen die Ideen irgendwo her als Nebeneffekt des Arbeitens, oder als Ergebnis einer relativ isolierten Expertenveranstaltung.

***

Vier Wege des Innovationsmanagements sehe ich (Nachfolgende Graphik):

  • Betriebliches Vorschlagswesen und Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
  • Collaboration: Aus dem Arbeitsprozess selbst heraus
  • Corporate MOOCs

Collaboration und Corporate MOOCs als Varianten des Innovationsmanagements unterscheiden sich stark von klassischen Komponenten des Innovationsmanagements. Bei Collaboration als lernende Zusammenarbeit, und Corporate MOOCs aus ausdrückliche Lernevents ist die Entwicklung bestehenden Wissens ein Kernbestandteil.

Graphik Innovationsmanagement MOOCs

1. BVW / KVP

Betriebliches Vorschlagswesen und Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (Kaizen) haben jeweils ihre Berechtigung. In der Graphik habe ich beide zusammengefasst, da bekannt und etabliert.

Betriebliches Vorschlagswesen

Wikipedia: Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) auch „Verbesserungsvorschlagswesen“ (abgekürzt: VV-Wesen) ist ein partizipatives (mitarbeitereinbeziehendes) Optimierungssystem mit dem Ziel, das Ideenpotenzial aller Mitarbeiter (nicht nur das der Manager und Experten) in einer Organisation zu nutzen. Es handelt sich um einen Teil des Ideenmanagements. Im Rahmen des Betrieblichen Vorschlagswesens können Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einreichen und erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der dadurch erzielten Einsparungen als Prämie ausgeschüttet.

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse

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Wikipedia: Denkweise, die mit stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken will [KVP wird im Rahmen von Teamarbeit durch fortwährende kleine Verbesserungsschritte (im Gegensatz zu Innovationen in Form großer, einschneidender Neuerungen) umgesetzt.] Das Erarbeiten von Verbesserungsvorschlägen durch KVP-Teams wird üblicherweise gemeinsam mit dem Betrieblichen Vorschlagswesen unter dem Begriff Ideenmanagement zusammengefasst.

Problem von BVW / KVP

Vor allem BVW setzt voraus dass die Ideen irgendwie irgendwo entstehen, die dann im Ideenmanagement entwickelt werden. KVP immerhin ist ausdrücklich eine Methode zur Entwicklung von Ideen, allerdings in kleinen Gruppen, den Qualitätszirkeln

Aber woher kommen die anderen Ideen? Viele Ideen entstehen

  • Situativ, zufällig
  • In Auseinandersetzung mit anderen Menschen, anderen Methoden, anderem Wissen
  • Wo sind hier Lernprozesse zur Entwicklung neuer Ideen abgebildet? Oder gar gemeinsame Lernprozesse?

2. Collaboration als Teil des Innovationsmanagements

Collaboration-Systeme als Teil des Innovationsmanagements sind kein neues Thema im Blog. Darüber schrieb ich bereits die beiden folgenden Artikel:

Selbstverständlich ersetzt Collaboration kein Innovationsmanagement oder ist selbst welches. Collaboration ist lernende Zusammenarbeit, nicht aber systematisches Ideenmanagement. Im klassischen Innovationsprozess „Neue Idee > Konzept > Entwicklung > Prototyp > Markt“ steht Collaboration für „Neue Idee“ und „Entwicklung„:

3. Corporate MOOCs als Teil des Innovationsmanagements

Auswahl_013Corporate MOOCs wieder sind ein spannendes Instrument, um Ideen zu generieren, und Ideen zu entwickeln. Im Artikel für das DOK.magazin habe ich meine Gedanken dazu, was MOOCs und Corporate MOOCs sind, zusammengefasst dargelegt, und in diesem Artikel im Blog ausführlich die Umsetzung eines Corporate MOOCs mit SharePoint 2013 beschrieben.

Im Innovationsmanagement sehe ich Corporate MOOCs tauglich für zwei Verwendungsweisen:

  1. Erzeugung neuer Ideen
  2. Entwicklung von neuen Ideen. Je komplexer die Idee, umso geeigneter für einen Corporate MOOC

Nicht in diesen Artikeln enthalten sind die folgenden Graphiken, in denen ich versucht habe Bestandteile und Ablauf von Corporate MOOCs visuell noch weiter zuzuspitzen.

Ein MOOC hat ein festes Startdatum umd ein klares Ende. Ein Oberthema, und Teilaspekte, die meist Woche für Woche nacheinander abgehandelt werden. Neben dem iterativen Ablauf pro Woche gibt es auch Elemente, die über den ganzen Zeitraum gleich bleiben, und für Orientierung der Teilnehmer sorgen:

  • Redaktionell betreute Inhalte informieren über den MOOC als solchen, den Verlauf, motivieren und informieren.
  • Aggregierte Inhalte haben mehr Informationscharakter, mit Schwerpunkt auf aktuelle Geschehnisse

Übersicht im Corporate MOOCEbenfalls nicht in den oben verlinkten Artikeln enthalten ist die folgenden Graphik, die den Verlauf eines Corporate MOOCs mit den Mitteln des SharePoint 2013 darstellt:

  • Start und Ende
  • Iteratives 4-stufiges Vorgehen pro Woche nach den im Wikipedia-Artikel zu „MOOC“ zu findenden prototypischen Ablauf

Iterativer Ablauf Corporate MOOC3.1 Corporate MOOCs für die Erzeugung neuer Ideen

Damit ist schon fast alles zusammen. Wenn man vom klassischen Innovationsprozess „Neue Idee > Konzept > Entwicklung > Prototyp > Markt“ ausgeht, und die beiden oben gezeigten Graphiken den Phasen zuordnet, entsteht die folgende Visualisierung, auf die ich letztlich hinaus wollte:

Corporate MOOCs im Innovationsmanagement 23.2 Corporate MOOCs für die Entwicklung neuer Ideen

Wie oben gesagt, sehe ich den Nutzen von Corporate MOOCs nicht nur bei der Erzeugung neuer Ideen, die in den Innovationsprozess eingespeist werden, sondern auch in der Entwicklung dieser Ideen im Rahmen des Ideenmanagements. Das gilt umso mehr, je komplexer eine Idee ist – und je mehr unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden sollten:

Corporate MOOC zur Entwicklung von Innovationen im Ideenmanagement

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Zum Abschluss noch meine Frage an Sie: Sind Corporate MOOCs aus Ihrer Sicht eine potentiell interessante Methode für das Innovationsmanagement?

 

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